Full text : Preußisches Landbuch

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angetragenen  Lehrstellen  anzunehmen  oder  den  Betrag  der  bezogenen
Stipendien  herauszuzahlen.  Stipendium  des  einzelnen  Mitgliedes
200  Thlr.  jährlich.

Pädagogium  des  Klosters  U.  L.  F.  (Kloster-Gymnasium)  zu  Magdeburg.
Die  Anstalt  —  sie  hat  154,000  Thlr.  Kapital-Vermögen  und  28,000
Thlr.  jährliche  Einkünfte  aus  Grundstücken  rc.  —  umfaßt  ein  vollständiges ­
  Gymnasium  und  eine  Erziehungs-Anstalt  für  Gymnasiasten
(Alumnat),  auch  ist  damit  ein  Kandidaten-Konvikt  (s.  d.)  in  Verbindung
  gesetzt.  Das  Gymnasium  steht  unter  Aufsicht  des  Provinzial-Schul-Kollegii
  und  seine  Zöglinge  sind  entweder  Alumnen  (72  Stellen
à  120  Thlr.)  oder  Stadt-Schüler.  Für  Alumnen  sind  20  ganze,  15
drei  Viertel  und  15  halbe  Freistellen;  dürftigen  Stadt-Schülern  kann  das
Schulgeld  (bis  zum  zehnten  Theil  der  Gesammtzahl  der  Stadtschüler)
ganz  oder  zur  Hälfte  erlassen  werden.  Der  Direktor  der  Anstalt  verleiht ­
  die  v.  Klevenowschen  Stipendien  und  eine  Stelle  des  Magdeburger ­
  Freitisch-Fonds  bei  der  Universität  Halle;  aus  dem  Kloster  Bergeschen ­
  Studien-Fonds  erhält  das  Pädagogium  jährlich  200  Thlr.,
wovon  Beneficien  à  50  und  25  Thlr.  an  arme  und  talentvolle  Schülergegeben
  werden.
Pädagogium  zu  PutbnS,

von  dem  Fürsten  Malte  zu  Putbus  1836  auf  Anregung  des  ersten
Direktors  vr.  Hasen  balg  gestiftet  und  theilweise  dotirt;  König  Friedr.
Will).  III.  übernahm  das  Patronat  und  bewilligte  Staatszuschüsse,  die
unter  seinen  Nachfolgern  erhöht  wurden.  Aus  einer  Schenkung  des
Fürsten  i)t  ein  Kapital  von  30,000  ^hlr.  angesammelt  und  ein  zweiöoit
  20,000  Thlr.  in  der  Ansammlung  begriffen.  In  dem  auf
6O  Stellen  berechneten  Alumnat  sind  seit  1849  30  Beneficiatcn-Stellen
gegründet,  (20  königliche,  welche  auf  Vorschlag  des  Provinziat-Schul-Kollegii
  in  Stettin  durch  den  Kultus-Minister,  und  10  fürstliche,  welche
von  dem  Fürsten  zu  Putbus  an  Bewerber  aus  allen  Theilen  der  Monarchie ­
  verliehen  werden).  Der  Fürst  hat  außerdem  das  Recht,  zwei
ganz  freie  Alumnen,  oder  statt  deren  12  Unterrichts-Freistellen  an
ްļ)ne  Putbuscr  oder  auswärtiger  Aeltcrn  zu  vergeben.  Vollzahlende
Kost""m!/^îchîen  20^Thlr.  jährlich,  die  Beneficiaten  haben  80  Thlr.
IMP

.  Ņaul  Paetsch,
Pfarrer  ui  Kuntzen  widmete  (1776)  3000  fl.  zu  einem  Stipendium
.  .  hre  für  arme  Präcentoren-Söhne  aus  Litthauen,  welche  sich
ln  Königsberg  den  theologischen  Studien  widmen  und  hierzu  qualifi-
            
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