Full text : Preußisches Landbuch

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Polst,
Rittergutsbesitzer  zu  Mittel-Lobendau  hinterließ  (1860)  der  dortigen
ev.  Kirche  250  Thlr.,  deren  Zinsen  alljährlich  am  S.  März  an  würdige
Mitglieder  .der  Gemeinde  Mittel-Ļobendau  (Hainau)  von  dem  Pfarrer
vertheilt  werden  sollen.
Polytechnische  Gesellschaft  zu  Berlin.
Sie  ist  1839  begründet,  zählt  etwa  800  Mitglieder  und  hat  ein  Vermögen ­
  von  12,000  Thlr.  Ordner  Baerwald.  Sie  hält  eine  Anzahl ­
  wissenschaftliche,  technologische,  gewerbliche  Journale  und  hat  eine
ansehnliche  Bibliothek.  Aehnliche  Gesellschaften  zu  Königsberg,  Stettin  rc.
Polytechnische  Schule  zu  Aachen.
Rach  Inhalt  des  im  Mai  1865  bei  der  Grundsteinlegung  dieser  Anstalt ­
  verlesenen  Dokuments  that  Kronprinz  Friedrich  Wilhelm  den  ersten
Schritt  zur  Gründung  derselben,  indem  er  die  ihm  aus  Anlaß  seiner
Vermählung  von  Seiten  der  Aachener  und  Münchener  Fcuer-Versicheruttgs-Gksellschaft
  (s.  d.)  zur  Verfügung  gestellten  5000  Thlr.  hierfür
bestimmte.  Die  Direktoren  jener  Gesellschaft  beschlossen  daraus,  von
1859  an  jährlich  eine  Summe  von  mindestens  10,000  Thlr.  für  die
laufenden  Ausgaben  dieser  Anstalt  beizusteuern,  während  der  Vorstand
des  Aachener  Vereins  zur  Beförderung  der  Arbeitsamkeit  (s.  d.)  einen
jährlichen  Beitrag  von  5000  Thlr.  für  den  gleichen  Zweck  zu  leisten
beschloß.  Gleichzeitig  faßte  die  Stadtverordnelen-Versammlung  den
Beschluß,  das  Bau-Terrain  im  Werthe  bis  zu  40,000  Thlr.  zu  beschaffen, ­
  so  wie  zu  den  Baukosten  160,000  Thlr.  beizutragen.  Sodann
deponirten  die  Aachener  und  Münchener  Fener-Versicherungs-Gesellschaft
  und  der  Verein  für  Beförderung  der  Arbeitsamkeit  zur  Sustentation ­
  der  Anstalt  das  ganze  nöthige  Sustentations-Kapital  in  geldwerthen
  Papieren  zum  Nominalwerthe  von  332,813}  Thlr.  bei  der
Rcgicrungs-Hauptkassc.  Die  Staats-Regierung  bewilligte  einen  jährlichen ­
  Beitrag  von  10,000  Thlr.,  verlangte  aber,  dag  die  ^tnbt  den
Rest  der  zu  40,000  Thlr.  veranschlagten  Unterhaltungskosten  der
Schule  übernehme,  soweit  dieselben  reicht  durch  das  Schulgeld,  die
Zinsen  des  Sustentations  -  Kapitals  und  den  Staatszuschuß  gedeckt
würden.  Die  Stadt  übernahm  diese  Garantie,  nachdem  aus  jenem
Zins-  und  Koursgewiun  ein  die  Stadt  deckender  Garantie-Fonds  von
100,000  Thlr.  gestiftet  und  der  Stadt  zu  den  von  ihr  überommenen
Baukosten  ein  Beitrag  von  60,000  Thlr.  zugesagt  war.  Am  14.  November ­
  1863  wurde  durch  Kabincts-Ordre  die  Gründung  einer  polytechnischen ­
  Schule  in  Aachen  ausgesprochen  und  ihr  die  Bezeichnung
„Königl.  Rheinisch-Westfälische  polytechnische  Schule"  beigelegt.  Um
das  Institut  auch  weniger  Bemittelten  zugänglich  zu  machen,  begründete
die  Aachen-Münchener  Feuerversicherungs-Gesellschaft  die  Friedrich-Wilhelms-Stiftung"
  mit  20,000  Thlr.
Pommersche  Blinden-Anstalt  für  Knaben.
1850  von  dem  Blindenlehrer  Gröplcr  aus  Halle  als  Privat-Jnstitut
            
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