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scheinen, um von den Zinsen 4 oder 5 arme dortige Knaben durch
Gewährung von Bekleidungsgegenständcn zu unterstützen. Beide Ka
pitalien werden vom Magistrat verwaltet.
Radermachersche Stiftung zu Neuwied.
Johanna Maria Radermach er (t 1848) setzte die ältere ev. Kirche
in Neuwied zur Universal-Erbin ihres etwa 12,500 Thlr. betragenden
Vermögens ein. Die Kirche sollte gehalten sein, davon dem allgemei
nen Armenversorgungshause des Orts 2000 Thlr. auszuzahlen, den
Rest aber als eine immerwährende Stiftung gerichtlich anzulegen und
aus den Zinsen die notdürftigsten Haus-Armen der älteren ev. Ge
meinde lediglich nach dem gewissenhaften Ermessen des Presbyterii, je
doch unter vorzugsweiser Berücksichtigung der Wittwen und Waisen zu
unterstützen.
Dominick v. Rad zi e Hi,
Rittergutsbesitzer (t 1851) vermachte den Gymnasien zu Kulm und
Konitz je 1000 Thlr. zum Besten katholischer Studirenden polnischer
Abkunft. '
Frau Räbiger,
geb. Röll, Wittwe zu Danzig, legirte (1864) den Kleinkinderbewahr-
Anstalten daselbst die Summe von 1274 Thlr.
v. Rampth owsche Stiftung.
Die verw. Majorin von Rampthow setzte 1814 letztwillig ein Ka
pital von 1000 Thlr. mit der Bestimmung ans, daß die Zinsen des
selben zur lebenslänglichen Unterstützung eines in den Freiheitskriegen
blesstrten und hülfsbedürftigen Offiziers verwendet werden sollen. Die
Verleihung des Stipendi! steht der Regierung in Licgnitz zu.
Ramthuusche Stipendien-Stiftuiig.
Eine alte zu Mützenow (Stolp) begründete Stiftung, deren Kapital
im Jahre 1800 in 5350 Thlr. bestand.
Fr. Christian v. Randow,
Hauptmann zn Königsberg (t 1835), hinterließ ein Kapital von 2000
Thlr., dessen Zinsen zur Unterstützung armer Familienglieder und event,
von Armen überhaupt verwendet werden sollen.
Karl Ludewig Ranzen,
Kaufmann zu Berlin (t 1777) stiftete ein Stipendium, welches auf
2 Jahre von dem Magistrat verliehen wird und etwa 60 Thlr. beträgt.
Rasch-Stiftung,
am 14. Decbr. 1864 in Naumburg a. S. bei Gelegenheit des 50jäh
rigen Dienst-Jubiläums des Oberbürgermeisters Franz Rasch begründet.
Die städtischen Behörden bewilligten dazu 500 Thlr.
Raßfeldsche Stiftung zu Neuwied.
Sie ist für Arme der ältern ev. Gemeinde zu Neuwied bestimmt und
hat ein Kapital-Vermögen von 25,000 Thlr.