Full text : Preußisches Landbuch

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bei  Oldendorf  (Minden)  begründet,  bezweckt  die  Anstalt,  die  sonst
durch  die  Verhältnisse  in  ihrem  elterlichen  Hause  der  Verwahrlosung
und  Gottlosigkeit  preisgegebenen  Kinder  (Knaben)  in  christlichem  Geiste
/  zu  ländlicher  Arbeit  zu  erziehen  und  zu  befähigen.  Die  Anstalt,  welche
vom  Kirchenvorstandc  geleitet  wird,  und  1854  abbrannte,  nimmt  30
Kinder  auf,  hat  Grundstücke,  auch  durch  Geschenke  und  letztwillige  Zuweudungen
  einige  Kapitalien  und  besitzt  seit  1855  die  beschränkten  Korporations-Rechte. ­

Rettungs-Anstalt  zu  Reitwein  (kebuö),
für  verwahrlosete  Kinder,  von  einer  Anzahl  achtbarer  Bewohner  der
Gegend  1849  nach  dem  Muster  des  Rauhen  Hauses  bei  Hamburg  begründet. ­
  Es  sollen  in  demselben  verwahrlosete  Kinder  des  Kreises
christlich  und  in  der  Weise  des  Familienlebens  erzogen  und  vorzugsweise ­
  mit  Landwirthschast  beschäftigt  werden.
Rettungs-Anstalt  ze  Rieseuburg.
Sie  steht  unter  Leitung  des  evangel.  Pfarrers  Pfeil,  wird  durch  die
Mildthätigkeit  der  Kreisbewohner  unterhalten  und  nimmt  etwa  20
Kinder  auf.
Rettung»  Allstalt  zu  Schönbruch,
im  Kreise  Friedland  (Ostpreußen).  Sie  nimmt  30  Mädchen  auf  und
erhielt  1858  Korporations-Rechte.
RettungS  Anstalt  auf  dem  Lchmiedel  bei  Srmlnern.
Sie  wird  durch  milde  Beiträge  und  durch  Kollekten  in  der  Rhein-Provinz
  erhalten.
Rettungs-Anstalt  zu  Soest,
für  verwahrlosete  Mädchen  um  das  Jahr  1850  auf  Anregung  des
Superintendenten  Wiesmann  von  einem  Verein  begründet.  König
Friedrich  Wilhelm  IV.  überwies  dazu  Räume  in  den  Gebäuden  des
ehemaligen  Walpurgis-Stifts.
Rettniigü-Anstalt  zu  Stendal.
Ein  1854  begründetes  Institut  zur  Aufnahine  verwahrloseter  Kinder
weiblichen  Geschlechts  unter  12  Jahren.  Sie  müssen  dem  Kreise  Stendal ­
  angehören.  Die  Anstalt  hat  6  Stellen  und  besitzt  ein  Vermögen
von  600  Thlr.
RettuugShaus  zu  AbtShagen  (Grimmen),
1847  begründet.  Enthielt  im  Jahre  1857  13  Mädchen.
RettuugShaus  zu  Alt-Haldensleben.
1847  von  dem  Rittergutsbesitzer  Philipp  Nathusius  gestiftet  für
Kinder  weiblichen  Geschlechts  zunächst  aus  den  Kreisen  Neuhaldeusleben
  und  Wolmirstädt;  die  Gemeinden  zahlen  für  jedes  Kind  ein
Pstegcgeld  von  12  —  25  Thlr.  Der  letzte  Satz  ist  die  Regels  ein
Hülss-Verein,  der  sich  gebildet  hat,  und  seine  Mittel  meist  durch  eine
jährliche  Kollekte  beschafft,  trägt,  was  bei  den  Mädchen  an  diesem
Pflegegelde  fehlt.  Den  Rest  der  Kosten  übernimmt  die  Familie  des
            
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