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des Forstreviers Wildenbruch (bei Greiffenhagen) verlegt. Der Bercin
hat Korporations-Rechte und erhält die Anstalt aus milden Gaben.
Rettullgshaus zu Wilmersdorf iLebuS),
für Mädchen seit 1857 begründet. Die Leitung hat der Verein für
innere Mission.
Rettlmgshaus zu Wiltschau,
für den Landkreis Breslau, mit Hülfe einer Kollekte im Landkreise
und eines Geschenks des Grafen v. Harrach auf Gr. Sägewitz von
1000 Thlr. hergestellt und am 15. Oktober 1865 eröffnet. Für 16
Knaben eingerichtet und von einem Verein unterhalten.
Rettungshans zu Wittenberg,
zur Aufnahme von 12 Knaben. Die Kosten werden durch freiwillige
Beiträge, Pflegegelder und durch Mieths-Erträge des Grundstücks ge
deckt. Die Anstalt erhielt 1863 die Rechte der juristischen Person.
Die Kosten für einen Knaben betragen einschließlich der Geueralkosten
60 Thlr.
Rettungsbaus zu Wulkow.
Eine bei Reu-Ruppin für Mädchen errichtete Anstalt, die im Mai 1864
die Rechte der juristischen Person erhielt.
Rettungöhaus zu Zernin lÄöölin),
1854 begründet. Es zählte 1857 12 Knaben.
Rettungshaus zu Zühlsdorf (Arnswalde).
Begründet 1847 durch Schenkung eines Grundstücks von 11 Morgen
Ackers mit zwei Häusern und ins Leben getreten durch einen Bercin,
welcher zur Erreichung des Zwecks durch die Thätigkeit des Pastors
Licht sich gebildet hatte. Er führt den Namen „Verein des Zühls-
dorfer Nettungshanses." Baron Seld erzählt über die Entstehung
dieser Anstalt: „Der Prediger des Dorfes hatte ein kleines Berntögen
von einigen hundert Thalern, damit hätte er gern irgend Etwas zum
Heil der Menschen gethan. Am segensreichsten erschien ihm die Er
richtung eines Rettungshauses, aber dazu war die Sunune zu klein;
eine solche Anstalt bedurfte eines Hauses, der Wirthschaftsgebäude und
des Ackers. Da sprach er eines Tages mit einem wohlgesinnten Bauer
seiner Gemeinde über diesen Lieblingswunsch, und der'Bauer meinte,
da wisse er wohl Rath: er habe keine Kinder und keine armen Ver
wandten, seine Frau denke wie er, sie wollten Beide ihren Baucrhof
zu einer solchen Anstalt hergeben. Und das thaten sie denn auch. Die
Schenkungs-Urkunde wurde gerichtlich ausgestellt, an armen verwahr
losten Kindern fehlte es dort so wenig als — überall, und daö Haus
war bald gefüllt. Als aber die Ausgaben zunahmen, sagte der Bauer:
Das Gehalt für den Hansvater und die Hausmutter können wir spa
ren; Kleider haben wir, meine Frau und ich, auf zeitlebens genug,
esien können wir mit den Kindern, da wollen wir Beide diese Dienste
verrichten. Und so dienen die beiden Leute heute noch (1856) unent-