Full text : Preußisches Landbuch

Gottlob  Bergmann,
Gedinge-Häusler  zu  Wendisch-Ossig  (Görlitz)  vermachte  (1861)  der
dortigen  Armenkasse  175  Thlr.  mit  der  Bestimmung,  daß  die  Zinsen
von  50  Thlr.  zum  Ankauf  von  Holzpantoffeln  verwendet  werden  sollen,
welche  zu  Weihnachten  an  die  ärmsten  Schulkinder  zu  vertheilen  sind.
Die  Zinsen  voll  125  Thlr.  aber  sollen  nach  Abzug  der  Verwaltung«!
kosten  von  1  Thlr.  alljährlich  zu  Weihnachten  an  bedürftige  Gemeindeglieder
  vertheilt  werden.
Joseph  Bergmann,
Hofrath  a.  D.  und  fürstbischöflicher  Rath  zu  Breslau  (t  1862)  legirte
der  dortigen  Filial-Kranken-An  statt  der  Elifabethinerinuen  2400  Thlr.
und  dem  fürstbischöflichen  Knaben-Semiuar  2000  Thlr.
Berg-Schule  zu  Düren.
Eine  Fach-Schule,  1857  auf  Anregung  der  Bergbehörde  durch  einen
Vertrag  zwischen  dieser  und  den  Bergwerks-Jnteresicntcn  des  früheren
Bergamts  Düren  gestiftet,  um  junge  Bergleute  zu  tüchtigen  Grnbenbeamten
  (Steigern,  Ober-Steigern)  und  Markscheidern  auszubilden.
Die  Schule  hat  2  Klaffen  und  der  Unterricht  dauert  3  Jahre.  In
den  Sommer-Monaten  kehren  die  Zöglinge  zu  den  praktischen  Arbeiten
zurück.  Die  Zahl  der  Zöglinge  beträgt  über  30  und  die  Kosten  des
Instituts,  welche  zur  Hälfte  von  der  Staatskasse,  zur  Hälfte  von  den
Bergwerksbesitzern  getragen  werden,  belaufen  sich  auf  6500  Thlr.  Aus
dem  dabei  befindlichen  Stipendien-Fonds  werden  jährlich  1384  Thlr.
gezahlt.
Berg-Schule  zu  Eisleben,
s.  Kamsdorfer  Bergbau-Hülfskasse.
Marg.  Kath.  Berkenkamp,
geb.  Gaule,  Wittwe  in  Bielefeld  (t  1861)  vermachte  der  Stadt
Bielefeld  1)  1000  Thlr.  Gold  für  die  städtische  Armen  Verwaltung  zur
Begründung  einer  Stiftung  Behufs  Anschaffung  von  Kleidern  für  drei
alte  Männer  aus  den  Zinsen,  jährlich  am  11.  August;  2)  2500  Thlr.
für  das  städtische  Krankenhaus;  3)  2500  Thlr.  für  die  städtische  Kinder-Bewahr-Anstalt.

BerkhofföschcS  Stift,
eine  Stettiner  städtische  Stiftung,  von  bein  Bürgermeister  Herrmann
Berkhoff  mittelst  Testaments  vom  21.  Mai  1633  begründet.  Es
sollen  darin  8  Bürger,  Mann  und  Frau,  die  einen  guten  Namen  haben, ­
  sich  wohl  verhalten  und  bedürftig  sind,  vorzüglich  alle  Nothleidende
aus  seiner  Verwandtschaft  aufgenommen  werden.
v.  Berlepschsche  Vikarie  St.  Viti  zu  Seebach  (Langensalza).
Ihr  Zweck  ist  Besoldungen  in  Geld  und  Naturalien  zu  gewähren  an  die
Pfarre  zu  Seebach  (Kreis  Langensalza)  und  die  beiden  Schulen;
4  Hospitalité»  zu  erhalten  und  2  Stipendien  an  arme  Studirende  zu
zahlen.  Die  Stiftung  hat  an  2000  Thlr.  Kapital,  ein  Haus  und
ein  Grundstück.
            
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