Full text : Preußisches Landbuch

603

Thlr.  mit  ber  Bestimmung  aus,  baß  bieses  Kapital  zur  zweiten  Hypothek ­
  auf  Obernigk  haften  bleibe,  zu  3}  pCt.  verzinset  intb  ber  jährliche ­
  Zins-Ertrag  von  100  Thlr.  am  Himmelfahrtstage  —  mit  50  Thlr.
an  25  hier  geborene  ober  seit  zehn  Jahren  im  Orte  wohnenbe  arme
rechtliche  Personen  in  Raten  von  2  Thlr.  unter  Leitung  bes  jedesmaligen
  hiesigen  Gutsbesitzers  unb  Pastors  vertheilt,  50  Thlr.  aber  unter
Leitung  berselben  Personen  zum  freien  Schul-Unterricht  armer  Dienstboten-
  unb  Einwohner-Kinber,  zur  Anschaffung  von  neuen  Testamenten, ­
  Schul-  unb  Gesangbüchern  ober  sonstigen  Schulbedürfnissen  verwendet ­
  werben  sollen.
Karl  Georg  Heinr.  Schauer,
Rathmann  zu  Magdeburg,  legirte  1824  die  Summe  von  2000  Thlr.
zu  einem  auf  drei  Jahre  zu  verleihenden  Universitäts-Stipendium.  Berechtigt ­
  sollen  sein:  die  Söhne  ber  Magistrats-Mitglieder  einschließlich
des  Kämmerers,  des  Stadt-Sekretairs  und  des  Stadt-Baumeisters.
Studirt  ein  solcher,  so  erhält  er  50  Thlr.,  die  übrigen  Revenüen  werden ­
  kapitalisirt;  studiren  zwei,  so  werden  die  Revenüen  getheilt,  doch
darf  keiner  mehr  als  50  Thlr.  erhalten;  studiren  drei  ober  mehrere,
so  soll  jeder  40  Thlr.  erhalten,  und  wenn  hierzu  die  Mittvl  nicht  reichen, ­
  so  sollen  die  Kompetenten  suceessive,  auch  wenn  sie  nicht  mehr
studiren,  nach  dein  Range  ihrer  Väter  im  Kollegia  zur  Hebung  kommen. ­
  Ist  kein  stttdirender  Sohn  eines  Magistrats-Mitgliedes  vorhanden, ­
  so  soll  das  Stipendium  ein  studirender  Sohn  eines  Magistrats-Ossizianten
  nach  der  Auswahl  des  Magistrats  event,  ein  studirender
Bürgersohn  erhalten.  Die  überschießenden  Revenüen  werden  auch  in
diesen  Fällen  kapitalisirt.  Das  Kapital  beträgt  zur  Zeit  etwa  3000
Thaler.
Schebersche  Stiftung  zu  Schweidnitz,
für  wohlthätige  Zwecke  bei  Gelegenheit  des  50jährigen  Bürger-Jubiläums ­
  des  Kommerzienraths  Sch  ed  er  von  den  Kommunal  -  Behörden
begründet.
Christian  Heinr.  Scheel,
Banquier  zu  Berlin,  (f  1778)  legirte  2000  Thlr.  zur  Unterstützung
von  ursprünglich  0  Personen  aus  dem  Kaufmannsstande,  die  nicht  durch
Verschulden  zurückgekommen,  und  zwar  zwei  männlichen  und  vier  weibllchen
  Geschlechts,  davon  erstere  nicht  unter  50  und  letztere  nicht  unter
40  Jahre  alt  sein  sollen.  Fügt  es  sich,  daß  von  diesen  sechs  Personen
nne  oder  zwel  zum  Brod-Erwerb  unvermögend  sind,  so  darf  eine  solche
Person  auch  unter  40  Jahre  sein.  Erhöht  sich  das  Kapital,  so  soll  die
Stiftung  um  eine  Person  vermehrt  werden.  Keine  Person  darf  über
25  Thlr.  jährlich  erhalten,  und  die  überschießenden  Zinsen  sotten  zum
Besten  obiger  Personen  in  Krankheitsfällen  dienen.  Verwaltet  wird
dos  Kapital  von  den  Aeltesten  der  Kaufmannschaft,  welche  zur  Zeit
jährlich  240  Thlr.  an  12  Personen  vertheilen.  S.  Friedrich-Wilhelm-Biktoria-Stiftung
  der  Kaufmannschaft.  —  Dem  Friedrichs-Waisenhause
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.