Full text : Preußisches Landbuch

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Ober-  und  Nieder-Schönbrunn,  Lanbaner  Kreises,  vermachte  den  dortigen ­
  Gemeinden  300  Thlr.,  deren  Zinsen  zur  Bestreitung  des  Schulgeldes ­
  für  arme  Kinder  verwendet  werden  sollen.
v.  Schind  e  lsche  Stipendien-Stiftung,
von  dem  früheren  Landes-Aeltestcn  Will).  Otto  Aug.  v.  Schindel
herrührend,  welcher  1)  zwei  Schul-  oder  Universitäts-Stipendien  und
2)  zwei  Stipendien  für  Söhne  armer  Prediger  aus  der  Oberlausitz
begründete.  Genußberechtigt  sind  ad  1.  vorzugsweise  Jünglinge  ans
Oberlausitzer  adeligen  Familien,  nächst  diesen  Obcrlansitzer  Jünglinge
bürgerlichen  Standes,  welche  das  Gymnasium  zu  Görlitz  oder  nach
diesem  eine  Landes-Universität  besuchen;  ad  2.  junge  Leute,  welche  aus
dem  Gymnasium  zu  Görlitz  oder  einer  Universität  studiren.  Die  Verleihung ­
  steht  den  Landständen  der  Oberlausitz  zu.
Otto  Aug.  Ferd.  WiglaS  v.  Schindel,
auf  Schönbrunn  bei  Lauban  (t  1861)  hinterließ  der  Armenkasse  daselbst ­
  1000  Thlr.,  deren  jährliche  Zinsen  an  die  betreffenden  Kranken
und  Armen  vertheilt  werden  sollen.
Schindler,
Großgärtner  zu  Mauer  (Löwenberg)  vermachte  (1859)  der  ev.  Kirche
daselbst  200  Thlr.  und  der  Schule  100  Thlr.  ;  die  Zitlsen  des  letzteren ­
  Kapitals  sollen  für  arme  Schulkinder  verwendet  werden.
Schindlersche  Legatenkaffe  zu  Berlin.
Von  der  verw.  Geh.  Räthin  Schindler  geb.  Bose  1739  gestiftet.
Ein  Legat  von  8000  Thlr.  bezweckt  '  die  Anstellung  der  beiden  vom
Ministerio  der  St.  Nikolai-Kirche  zu  wählenden  Hofgcrichts-  Prediger,
deren  jeder  die  Zinsen  mit  200  Thlr.  jährlich  bekommt.  Ein  Legat
von  1000  Thlr.  bestimmt,  daß  von  den  Zinsen  das  Schindlersche
Erbbegräbnis;  in  der  Nikolaikirche  in  gutem  Zustande  erhalten  wird;
was  von  den  Zinsen  übrig  bleibt,  soll  der  Propst  als  Honorar  erhalten. ­
  Ein  Legat  von  2000  Thlr.  ist  für  den  vierten  Diakonus  an  der
Nikolaikirche  bestimmt.  Ein  Legat  von  2000  Thlr.  ist  für  das  Ministerinm
  derselben  Kirche,  für  seine  Bemühung  bei  der  Verwaltung,
deren  Propst  und  drei  ersten  Diakonen  das  Kuratorium  bilden.  Das
Grundvermögen  betrug  mit  Einschluß  der  Legate  51,000  Thlr.  und
hat  sich  jetzt  um  16,000  Thlr.  vermehrt.  Außerdem  sind  vermacht:
16,000  Thlr.  zu  Stipendien  für  8  Theologie  Stndirende,  jedem  jährlich ­
  die  Zinsen  von  2000  Thlr.,  wobei  die  im  Schindlersche«  Waisenhause ­
  erzogenen  Stndirenden  den  Vorzug  haben  sollen.  6000  Thlr.
zum  Unterhalt  6  armer  Schüler,  sic  inögen  in  Berlin  oder  anderwärts
studiren,  wobei  ebenfalls  die  im  Schindlerschen  Waisenhanse  erzogenen ­
  den  Vorzug  haben  sollen.  10,000  Thlr.  zu  einem  Freitische  für
12  arme  Schüler  im  grauen  Kloster.  Schüler  des  Waisenhauses  gehen
auch  hier  andern  vor.  3000  Thlr.  zu  einer  Armenschule,  worin  24
arme  Kinder  im  Lesen,  Schreiben,  Rechnen  und  in  der  Religion  umsonst ­
  unterrichtet  werden.  Diese  Schule  ijt  eingegangen,  da  die  Kosten
            
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