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Sch d ttlerscher Armen-Fonds zu AhauS.
Eine Privat-Stiftuug mit 3000 Thlr. Kapital. Die Zinsen werden
durch den Orts-Pfarrer an verschämte Arme vertheilt.
v. Sch ollenbachsche Stiftung zu Frankenslein.
Antonie v. Schollenbach (f 1809) vermachte letztwillig den größer»
Theil ihres Vermögens dem Hauptmann Heinrich v. G edler, indem
sie dabei bestimmte, daß, wenn er ohne leibliche Erben sterben sollte,
jener Vermögenstheil im Umfange von etwa 80,000 Thlr. zu einem
Stipendien-Fonds angelegt werden solfe. Von den Zinsen sollen armen
adeligen Kindern beiderlei Geschlechts jährliche Stipendien, und zwar
jedem Kinde höchstens 100 Thlr. auf jedes Jahr angewiesen werden
können. Auf Verwandte der Stiftcri'n soll vorzugsweise gerücksichtigt,
im Uebrigen auf die Wahren Bedürfnisse der Stipendiaten Rücksicht ge-
t nommen werden; die Pension kann ihnen bis zu ihrer Verheirathung
oder anderweitigen Versorgung gelasien werden. Die Verwaltung der
Stiftung steht' dem Ober-Präsidenten von Schlesien zu. Im Jahre
1861 waren Stipendiaten vorhanden: 15 Verwandte der Stifterin,
welche im Ganzen 1330 Thlr. und 45 Richtverwandte, welche im
Ganzen 2999 Thlr. bezogen.
Scholz,
Kommendarius zu Woynitz (t 1858) le girle für milde Stiftungen in
der Stadt Posen: 500 Thlr. für die Dominikaner - Succursalkirche;
500 Thlr. für die Rosenkranz-Kapelle bei dieser Kirche; 1000 Thlr.
dem St. Josephstift für Waisenkinder; 1000 Thlr. dem St. Vincent-
Stift für Waisenkinder im Philippiner-Kloster; 1000 Thlr. für die
Kranken- und Waisenanstalt an i>tx Kirche zur Verklärung. Außerdem
1000 Thlr. für die Waiscn-Anstalt in Gostyn.
Scholzsche JubilLnmö.Stiftung zu Breslau.
Bei Gelegenheit der 50jährigen Jubelfeier des OberlebrerS Christian
Scholz 1852, theilweise ans dem Ertrage seines Buchs-„Meine Er
lebnisse", wurde ein Fonds von 1048 Thlr. gesammelt, welcher nnt * an
die evangelische, mit f an die katholische allgemeine Schullehrer-Witt-
wen- und Waisenkasse gegeben wurde!und da als „Scholzsche Jubi
läums-Stiftung" fortgeführt wird.
Scbolzsche Vermächtnisse zu Striegan.
Der'(I860) bort t Maler Scholz überwies lctztwillig a) der katho
lischen Pfarrkirche 600 Thlr. behufs Stiftung von Seelcumcsien, zur
Unterstützung der grauen Schwestern, und zum Reparaturban der St.
Hedwigskirchc in Alt-Stricgau; b) der katholischen Pfarrkirche zwei
Kapitalien von je 1500 Thlr. zur Erziehung katholischer Waisenkinder
resp. zur Begründung einer höheren Klasic bei der katholischen Pfarr-
Knabenschule; c) den Kirchen St. Barbara und St. Anton überwies
er 300 Thlr. resp. 200 Thlr. und bestimmte, daß der nach Berich
tigung aller Legate etwa verbleibende Ueberschuß zu { der kath. Schul
kasse und zu ļ der Waisen-Anstalt zustießen solle.