Full text : Preußisches Landbuch

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einen  dortigen  Prediger-Sohn,  welcher  Theologie  studirt.  (Hermes  II.
396.)
Selenkesche  Stiftung.
Von  dem  Kaufmann  S  elen  k  e  zu  Breslau  1775  für  sechs  verunglückte
und  arme  Kaufleute  ev.  Konfession  errichtet,  um  ihnen  neben  freier
Wohnung  ein  ruhiges  und  gemächliches  Leben  zu  sichern.  Nachdem
1836  das  Fundations-Kapital  bis  auf  76,000  Thlr.  angewachsen  war,
ist  die  Anstalt  mit  Köuigl.  Genehmigung  erweitert,  mit  Hülfe  von
mehr  als  10,000  Thlr.  Beiträgen  evangelischer  und  katholischer  Kaufleute ­
  ein  größeres  Verpflegungshaus  erbaut  und  dieses  für  Kaufleute
beider  christlichen  Konfessionen  bestimmt  worden.  Verwaltet  wird  das
Institut  von  dem  Verein  christlicher  Kausteute  (s.  d.).
Seligsches  Legat,
bei  der  Domkirchenkaffe  zu  Berlin.  Aus  den  Zinsen  von  jährlich  90
Thlr.  werden  Hülfsbedürftigen  der  Domgemeinde  Unterstützungen  gewährt. ­

Şelig-Risselmannsches  Stipendium.
Von  dem  Geh.  Rath  Karl  Ludwig  Selig  1772  letztwillig  gestiftet,  ist
von  dessen  Erben,  dem  Konrad  Ludwig  v.  N  isselmann  auf  Schönwalde ­
  am  7.  Debr.  1776  eine  förmliche  Fundations-Urknnde  darüber
ausgefertigt  worden.  Darnach  sollen  die  beiden  Stipendiaten  die  Zinsen
des  legirten  Kapitals  von  4000  Thlr.  zu  5  pCt.,  jeder  drei  Jahre
hintereinander  genießen;  die  Stipendiaten  sollen  reformirter  Konfession,
der  Eine  ein  Theologe,  der  Andere  ein  Jurist  sein.  Der  Theologe  soll
aus  dem  Seminario  théologien  des  Joachimsthalschcn  Gymnasiums
nach  Beibringung  guter  Zeugnisse  von  den  Profefforcn  genommen,  der
Jurist  auf  der  reformirten  Friedrichsschule  zu  Frankfurt  a.  d.  O.  scine
Humaniora  erlernt  haben  und  von  den  Kuratoren  gedachter  Anstalt  vorgeschlagen ­
  und  präsentirt  wexden.  Die  Stipendien  werden  zur  Fortsetzung ­
  der  akademischen  Studjen  durch  die  Familie  v.  Risselmann
verliehen.  Die  Aufsicht  über  die  Stiftung  steht  dem  Königl.  Provinzial-Schnlkollcgium
  zu.
Sc  mV  e  lische  Ltisliuig  zu  Rastephurg.
Von  dem  1861  zu  Berlin  t  Justizrathe  Sembeck  herrührend.  Kapital ­
  66,000  Thlr.  Zweck  der  für  die  Stadt  Rastenburg  bestimiitteii
Stiftung  ist  hie  Unterstützung  hülfsbedürftiger  Personen  und  die  Erziehung ­
  ljrmerer  Kinder.  Aus  den  3109  Thlr.  betragenden  Zinsen
wurdey  1862  gezahlt  drei  tcstamcutarische  Legate  à  200  Thlr.  und
2300  Thlr.  Unterstützungen  an  120  Personen  verschiedenen  Standes
theils  in  fortlaufenden  monatlichen  Raten  bis  zur  Hohe  von  50  Thlr.
jährlich,  theils  in  einmaligen  Unterstützungen  bis  zur  Höhe  von  70  Thlr.
Der  Beschluß  über  Bewilligung  der  Unterstützungen  steht  dem  Kuratorium ­
  zu,  welches  aus  dem  ersten  Geistlichen,  dem  Bürgermeister,
Stadtverordnetcn-Vorsteher,  dem  ersten  Richter  und  dem  Direktor  des
Gymnasiums  besteht.
            
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