662
ben. Das Stipendium beträgt 25 Thlr. und wird vom Magistrat
vergeben.
Moritz Simon-,
Kaufmann, schenkte im Verein mit den Kaufleuten Eduard Jung und
Alfred Aders der Stadt Elberfeld 5000 Thlr. behufs Gründung einer
Stiftung zum Zwecke der städtischen Wohlthätigkeits-Pflege. Das Ka
pital sollte zinsbar angelegt und die Zinsen so lange zum Kapital ge
schlagen werden, bis es den Vertretern der Stadt geeignet erscheinen
möchte, die Zinsen im Sinne der Stiftung zu verwenden. Zu glei
chem Zweck und unter gleicher Bedingung schenkten die Kaufleute
Eduard Neviandt und Karl Dunklenberg, sowie die Kaufmanns-
Wittwe Emilie Simons geb. Köhler, jede 1000 Thlr.
Sing-Akademie zu Berlin.
1791 von dem Kammer-Musikus Fasch, unter Mitwirkung Zelters
als Privatverein begründet, um die geistliche Musik zu kultiviren, zu
welchem Ende die Mitglieder, Herren und Damen der gebildeten Stände,
sich an bestimmten Tagen versammeln und Messen und Oratorien älterer
und neuerer Meister, ohne Begleitung von Instrumenten, einstudiren
und aufführen. Die Gesellschaft hat ihr eigenes Haus (Festungsgra
ben Nr. 2.); Direktor ist Prof. Grell. Der verstorbene General-
Musikdirektor Meyerbeer bedachte das Institut mit einem öegat.
Dasselbe ist zu Stipendien für Künstler bestimmt, die zu ihrer weiteren
Ausbildung einen längeren Ansenthalt in Italien nehmen.
Smg-Akademie zu Breslau,
errichtet von Mosewius und am 17. Mai 1825 mit dem ausge
sprochenen Zwecke eröffnet: „Erhaltung und Belebung echten Kunst -
sittucs durch praktische Uebung der kirchlichen oder heiligen und der da
mit zunächst verwandten ernsten Vokalmusik". Jetziger Dirigent Julius
Sch ä ffer.
Joh. Kanty Siniecki,
katholischer Pfarrer zu Borz^ciczki Kreises Krotoschin (f 1847) bestimmte
letztwillig seine dortige Acker-Wirthschaft zur Errichtung eines Hospitals
für katholische Arme aus den zur Parochie gehörigen Ortschaften unter
der Bedingung, daß die Wirthschaft seiner Wirthin bis zu ihrem Tode
zur ausschließlichen Benutzung verbleiben solle. Das Grundstück be
stand aus 48 Morgen Ļand nebst einem neuen massiven Wohnhause,
einem Stalle und einer Scheune und hatte einen Werth von 12—
1500 Thlr.
Sintenissche Stiftung,
bei der Kirche zum h. Geist in Magdeburg. Kapital 840 Thlr. Bon
den Zinsen erhalten die beiden Prediger je }, das letzte j wird zur
Vergrößerung des Kapitals verwendet.
Wilh. Joseph Siq u et,
Rentner zu Malmcdy (f 1835) vermachte dem dortigen Wohlthätig-'