Full text: Preußisches Landbuch

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ben. Das Stipendium beträgt 25 Thlr. und wird vom Magistrat 
vergeben. 
Moritz Simon-, 
Kaufmann, schenkte im Verein mit den Kaufleuten Eduard Jung und 
Alfred Aders der Stadt Elberfeld 5000 Thlr. behufs Gründung einer 
Stiftung zum Zwecke der städtischen Wohlthätigkeits-Pflege. Das Ka 
pital sollte zinsbar angelegt und die Zinsen so lange zum Kapital ge 
schlagen werden, bis es den Vertretern der Stadt geeignet erscheinen 
möchte, die Zinsen im Sinne der Stiftung zu verwenden. Zu glei 
chem Zweck und unter gleicher Bedingung schenkten die Kaufleute 
Eduard Neviandt und Karl Dunklenberg, sowie die Kaufmanns- 
Wittwe Emilie Simons geb. Köhler, jede 1000 Thlr. 
Sing-Akademie zu Berlin. 
1791 von dem Kammer-Musikus Fasch, unter Mitwirkung Zelters 
als Privatverein begründet, um die geistliche Musik zu kultiviren, zu 
welchem Ende die Mitglieder, Herren und Damen der gebildeten Stände, 
sich an bestimmten Tagen versammeln und Messen und Oratorien älterer 
und neuerer Meister, ohne Begleitung von Instrumenten, einstudiren 
und aufführen. Die Gesellschaft hat ihr eigenes Haus (Festungsgra 
ben Nr. 2.); Direktor ist Prof. Grell. Der verstorbene General- 
Musikdirektor Meyerbeer bedachte das Institut mit einem öegat. 
Dasselbe ist zu Stipendien für Künstler bestimmt, die zu ihrer weiteren 
Ausbildung einen längeren Ansenthalt in Italien nehmen. 
Smg-Akademie zu Breslau, 
errichtet von Mosewius und am 17. Mai 1825 mit dem ausge 
sprochenen Zwecke eröffnet: „Erhaltung und Belebung echten Kunst - 
sittucs durch praktische Uebung der kirchlichen oder heiligen und der da 
mit zunächst verwandten ernsten Vokalmusik". Jetziger Dirigent Julius 
Sch ä ffer. 
Joh. Kanty Siniecki, 
katholischer Pfarrer zu Borz^ciczki Kreises Krotoschin (f 1847) bestimmte 
letztwillig seine dortige Acker-Wirthschaft zur Errichtung eines Hospitals 
für katholische Arme aus den zur Parochie gehörigen Ortschaften unter 
der Bedingung, daß die Wirthschaft seiner Wirthin bis zu ihrem Tode 
zur ausschließlichen Benutzung verbleiben solle. Das Grundstück be 
stand aus 48 Morgen Ļand nebst einem neuen massiven Wohnhause, 
einem Stalle und einer Scheune und hatte einen Werth von 12— 
1500 Thlr. 
Sintenissche Stiftung, 
bei der Kirche zum h. Geist in Magdeburg. Kapital 840 Thlr. Bon 
den Zinsen erhalten die beiden Prediger je }, das letzte j wird zur 
Vergrößerung des Kapitals verwendet. 
Wilh. Joseph Siq u et, 
Rentner zu Malmcdy (f 1835) vermachte dem dortigen Wohlthätig-'
	        
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