Full text : Preußisches Landbuch

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(t  1857)  begründete  mit  1000  Thlr.  eine  Stiftung  für  arme  und
würdige  katholische  Dienstboten  in  Breslau.  Die  Zinsen  davon  sollen
alljährlich  am  Sterbetage  des  Testators  in  Raten  von  4  Thlr.  vertheilt
werden.  Die  Verwaltung  der  Stiftung  steht  dem  Fürstbischöflichen
General-Vikariatamte  zu.  Vgl.  St.  Hedwigs-Frauen-Verein.
SonntagS-Freischulen  zu  Berlin.
Die  ersten  Anfänge  mit  Schulen  für  den  Unterricht  derjenigen  Kinder,
welche  den  Tag  über  des  Brot-Erwerbes  halber  beschäftigt  sind,  führen
in  das  Jahr  1799  zurück.  Nach  mancherlei  Wandlungen  der  Sache  gab
es  1863  sechs  derartige  Schulen  in  Berlin  mit  einem  Kapital-Vermögen
von  18,800  Thlr.  Unter  den  Einnahmen  finden  sich  500  Thlr.  Zuschuß ­
  der  Stadt,  631  Thlr.  Beiträge  der  Innungen,  6  Thlr.  aus
einem  Feilnerschen  Legat  rc.  Der  Bedarf  der  Anstalten  berechnete
sich  auf  1967  Thlr.
Sonntags-Schule  für  Handwerkslehrlinge  und  Gesellen  zu  Erfurt.
Sie  wird  mit  Hülfe  eines  Legats  von  1000  Thlr.  unterhalten,  welches
der  Brauereibesitzcr  Treitschke  (t  1857)  dem  Institut  letztwillig
vermachte.
Sonntags-Schule  zu  Magdeburg.
Eine  um  das  Jahr  1820  begründete  Fortbildungsschule  für  Gesellen
und  Handwerker.  Sie  hat  etwa  120  Schüler  in  3  Abtheilungen  und
ihre  Bedürfnisse  werden  aus  städtischen  Schul-Fonds  beschafft.
Sonntags-Schule  zu  Neuß.
Eine  durch  milde  Stiftung  begründete  Anstalt,  in  welcher  aus  der
Schule  entlaffencn  Kindern  an  Sonn-  und  Feiertagen  Gelegenheit  zur
weitern  Fortbildung  gegeben  ist.
Sonntagsschnle  zu  Nordhausen,
für  Handwerker,  errichtet  mit  Hülfe  eines  Legats  von  500  Thlr.,  welches
Land-  und  Stadtgerichts-Rath  Müller  (s.  d.)  für  diesen  Zweck  vermachte. ­
  Die  Anstalt  hat  4  Lehrer  und  mehr  als  200  Schüler.
Sonntag«  Verein  für  weibliche  Dienstboten  zu  Berlin.
18c>7  begründet,  macht  er  sich  die  sittliche  Bewahrung  und  Förderung
der  weiblichen  Jugend  der  niedern  Stande,  insbesondere  eine  angenehmc
  und  fördernde  Verwerthung  ihrer  sonntäglichen  Freistunden  zur
Aufgabe.  Er  gewinnt  einen  Theil  seiner  Mittel  durch  Veranstaltung
musikalischer  Aufführungen,  schuf  eine  Hülfskaffe,  um  die  Ausbildung
armer  Mädchen  zu  brauchbaren  Dienstboten  zu  fördern  und  hielt  im
2ahre  1864  seine  Versammlungen  in  der  Königl.  Domschule,  Kleine
Prasidentenstr.  5.
Sophien-Stift  zu  Rcinfeld  (Belgard).
Eine  von  dem  Rittergutsbesitzer,  Lieutenant  v.  O  pp  enfeld  gegründete
und  geleitete  Armen-  und  Kranken-Anstalt.
Sophien-Stiftnng  zu  Goldberg,
von  dem  t  Geh.  Kommerzien-Rath  I.  W.  Oelsner  in  Breslau  als
            
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