Full text: Preußisches Landbuch

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„Aachener Verein zur Beförderung der Arbeitsamkeit" gewährt der 
Anstalt einen Zuschuß von ca. 270 Thlr. 
Speise-Verein für Arme zu Görlitz. 
Er besteht seit 1854, bezweckt. Armen eine billige und nahrhafte Suppe 
zu verschaffen, und, so weit die Mittel reichen, auch unentgeltlich 
Speisen zu vertheilen. Die Mittel werden durch freiwillige Gaben 
aufgebracht und es sind verwendet 1859 596 Thlr., 1860 566 Thlr., 
1861 530 Thlr. 
Spende zu Sömmerda, 
eine aus zehn einzelnen Stiftungen bestehende Anstalt für kirchliche, 
Schul- und Armen - Zwecke. Das Kapital-Vermögen betrug 1862 
11,000 Thlr. 
Spend- und Waisenhaus zu Danzig. 
eine selbstständige milde Stiftung alter Zeit für arme Kinder. Das 
Haus nimmt 160 Kinder aus, hat ansehnliche Vermächtniffe von 
Flachshaar, Gorges, N. C. Meyer, D. A. Schliessen, C. 
G. Schulz u. A., und erhält einen Zuschuß Seitens der Stadt. 
Spenersche Stiftung für Katechumenen ln Berlin. 
Jahre 1835 gelegentlich der 200jährigen Feier der Geburt des 
Propstes Spener gegründet zum Zweck der Bekleidung armer Kate 
chumenen bei der St. Nikolai- und St. Marien-Gemeinde. Der Fonds 
betrug 300 Thlr., hat aber durch Sophie Spener (s. d. A.) eine 
Bermchrung erhalten. 
Sophie Spener, 
geb. Decker (+ 1847 zu Berlin), Wittwe des Buchhändlers Spener, 
bestimmte letztwillig 103,000 Thlr. zu einer Stiftung, welche den 
Namen „die Spenersche Stiftung" führen und deren Zins-Ertrag 1) 
mit è zur Unterstützung hülfsbedürftiger junger Leute in der Periode 
der Vorbereitung zu einem selbstständigen Lebcnsberufe, 2) mit i zur 
Unterstützung hülfsbedürftiger bejahrterer Personen verwendet werden 
soll. Desgleichen vermachte Frau Spener aus der vorgedachten 
Stiftung der bei der Nikolai-Kirche in Berlin bestehenden „Philipp 
Jakob Spenersche» Stiftung" (s. o.) eine jährliche Rente von 150 
A/', welche theils zur Unterhaltung und Beaufsichtigung des an der 
Aikolar-Kirche befindlichen Begräbnißplatzcs des f Spener und des 
Buchhändlers Hau de, theils zur Ausstattung arnicr Kinder der Ni- 
ļolal-Gemcillde mit anständiger Kleidung für die Konsirmation ver 
wendet werden soll. Die Fonds befinden sich im Depositoriupr des 
Kgl. Stadtgerichts; der jedesmalige jüngste Rath im Plenum des letz- 
tern besorgt die darauf bezüglichen Geschäfte gegen eine Remuneration. 
Die Verwalter der Stiftung (Josephy rc.) bestimmen nach Zuziehung 
des Ehren-Vormunds, welche Unterstützung, der Summe nach, auf wie 
lange, und welchem Individuum zu gewähren ist; sic sind hierbei an 
keinen Unterschied des Geschlechts, des Standes oder der Religion ge 
bunden. Ein Verzeichniß der gewährten Unterstützungen wird — blos
	        
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