692
gildc-Verwandten gestiftet; die Verleihung steht den Mitgliedern der
Brüderschaft zu.
Stipendium der Seidenkrämer-Gilde zu Salzwedel.
Betrag jährlich 50 Thlr., 1652 für studirende Söhne aus der Brüder
schaft gestiftet. Die Verleihung steht der letzter» zu.
Stipendium zur Unterstützung unverheiratheter Prediger-Töchter der Neustadt
Salzwedel.
Fonds 500 Thlr., ans den Zinsen erhalt eine Prediger-Tochter jähr-
20 Thlr.
Ştissersches Stipendium zu Prenzlau.
Die verw. Justiz-Direktor Stisser geb. Schmidt legirte 1789 die
SitNlme von 1700 Thlr. zu zwei Stipendien. Der Fonds beträgt
jetzt 2000 Thlr. Die Stipendien sind für Verwandte und Pathcn
der Stifterin, event, für Prenzlauer Stadtkinder auf drei Jahre be
stimmt. Kollator ist der Magistrats-Dirigent zu Prenzlau.
Stissersches Vermächtniß zu Stettin,
von der Frau Prof. Stiff er, geb. Wagner gestiftet. Sie ver
machte 1779 für arme und elende Kranke in Stettin, die ohne ihre
Schuld in solche Nothstände gerathen sind, 300 Thlr., ein Kapital,
welches durch angesammelte Zinsen schon im Jahre 1800 auf 360 Thlr.
angewachsen war.
S t ob b esches Stipendium zu Königsberg.
Gestiftet 1823 von dem Pfarrer Koch in Zobincn mit 600 Thlr.
in Königsberger Stadt-Obligationen; die Stiftung sollte, was seit
dem geschehen, ins Leben treten, sobald das Kapital auf 1000 Thlr.
angewachsen sein würde. Von den Zinsen sollen alsdann die Descen
denten und Verwandten des Stifters auf der Universität, allenfalls auch
auf dem Gylnnasium unterstützt werden, event, ein Sohn armer Eltern
aus Lötzen. uv .;t. u t d
Stolterfothscheö Hospital zu Pobethen (Fischhansen).
In deruselben finden 6 plte Leute Aufnahme. Vcrulögen der Anstalt
700 Thlr. Die Verwaltung steht dem Pfarrer zu.
M Stolzenberg,
Kaufmann, ein Zögling der Schule zu Wehlau (jetzige Real-Schule)
schenkte derselben 2000 Thlr. zur Verbesserung der Gehälter der
Lehrer (Wiese S. 37.)
Christine Stomps
schenkte 1836 dem Josephinifchen Institut zu Aachen (s. d.) eine ihr
zustehende liquide Schuldforderung voll 3000 Thlr. und vermachte ihr
außerdem noch 1000 Thlr. Die Zinsen von 1800 Thlr. sollten für
diejenigen Kranken des Instituts, welche daselbst am längsten alìfgc'
nommen, in der Weise verwendet werden, daß jeder wöchentlich 2^ Sgr'-
erhalte.