699
Sypniewskisches Legat.
Es steht unter Verwaltung der Regierung zu Posen und cs erhalten
aus demselben drei Bürger-Söhne der Stadt Pudewitz, welche höhere
Schulen besuchen, je 5 Thlr. jährlich.
Szatkowskische Armen-Stiftnng,
von dem Pfarrer Szatkow ski mit 200 Thlr. begründet. Die Zinsen
werden an 4 Arme zu Dakowy mokre (Buk) vertheilt.
v. Szirmay'cher Stipendien-Fonds.
Von dem Kaiserlich Ocsterrcichischeu Husaren-Oberst Thomas Szir-
may 1743 für geborene Ungarn aus seiner Familie zur Unterstützung
bei ihren Studien auf der Universität Greifswald, wo er selbst studirt
und Benesizien genossen hatte, gegründet. Die Kollation der Stipen
dien steht der Familie zu. Das Vermögen betrug 1838 (Koch II. 358)
6560 Thlr., das einzelne Stipendium 52 Thlr.
Tabeen-Stift ;u Frankenstein,
von der Koufercnz für innere Mission zu Reichenbach im Mai I860
eröffnet znr Hebung des weiblichen Geschlechts durch Erziehung, Weiter
bildung und Verpflegung im Geiste der evang. Kirche. Die Anstalt
umfaßt ein Rettungshaus für die weibliche Jugend, eine Schule zum
Erlernen von weiblichen Arbeiten und ein Asyl, in welches letztere die
aus dem Rettungshause schon ausgetretenen und außer Brot befind
lichen Mädchen aufgenommen werden. Sie hat ein HauS mit Grund
stück im Werthe von 5000 Thlr., nimmt 18 Kinder auf und bestreitet
die etwa 900 Thlr. betragenden Unterhaltungskosten auS Pflegegeldern
für die Zöglinge und mildcu Gaben. sj0fļJ (h ¡j.
Täschnerscher Stiftungs-Fonds zn Erfurt.
Kapital 3005 Thlr. Von den Zinsen erhalten durch die Verwaltung
ber städtischen evang. Stiftungen zwei bedürftige und unbescholtene
Meister zur besieren Betreibung ihres Gewerbes 100 Thlr. ; der Ueber-
schuß ist vom Testator zur Beschaffung von Fencrlösch-Geräthen be
stimmt.
« bj '• ' ¡ > 'J jsswruf: •. -::*n .
Tagelöhner-Sterbekasie zu Stendal.
^ie zählt 4—500 Interessenten und halte im Jahre 1861 einen Fonds
1,011 Thlr.
Talmud Tbora-Institut r« Berlin,
Mr Förderung des Bibel- und Talmud-Studiums, eine der jüdischen
Gemeinde zugehörige Lehr - Anstalt, welche 1726 zu dem Zwecke ge
stiftet worden, armen Kindern neben dem Unterricht in der Religion
und im Hebräischen vorzüglich diejenigen Kenntnisse und Fertigkeiten
zu verschaffen, deren sie zu ihrem Fortkommen im bürgerlichen Leben
bedürfen. Seit 1829 mit der jüdischen Gemeinde-Knabenschule (s. d. A.)
bereinigt, hatte das Institut 1852 ein Kapital-Vermögen von 5300 Thlr.