Full text: Preußisches Landbuch

zu Brandenburg ober durch den irgend einer andern Behörde zerstört 
werden, so sollen die 2000 Thlr. der Berliner Armenkasse zufließen. 
Endlich legirtc sie e) dem Männer - Siechenhause für Berlin 10,(XX), 
5) dem Elisabeth-Krankenhause daselbst 10,000, g) der Haupt-Armen 
kasse daselbst 2000 Thlr. 
Tismar- K arl Nüdigersche Stiftung, 
ans welcher unbemittelte talentvolle Söhne von Bürgern oder Ein 
wohnern in Magdeburg zur Erlernung einer Kunst oder eines höheren 
Gewerbes, oder zur weiteren Ausbildung darin, auf ein oder mehrere 
Jahre von den Zinsen ein Stipendium von 50 Thlr. jährlich erhalten 
sollen. Das zu 5 pCt. angelegte Kapital von 1000 Thlr. wurde 
einem gewissen Karl R ü dig er, Sohn eines Kaufmanns, legirt, der 
vor Antritt der Erbschaft verstarb, und dessen Eltern dem Legat nun 
mehr mit Zustimmung der Stadt-Behörden die obige Bestimmung 
gaben. Die Verwaltung der Stiftung führt der Magistrat. 
Todtenkasse zu Jlsenburg. 
1757 errichtet. Sie zahlt 12 Thlr. Begräbnißgeld, hat 2—300 Thlr. 
jährliche Einnahme und ein Vermögen von 2400 Thlr. 
Töpfersche Legate zn Weißensee. 
a) von 200 Thlr., deren Zinsen zur Anschaffung von Brennholz für 
die Konventualen (s. Konvent zn Weißensee) bestimmt sind; b) von 
200 Thlr., deren Zinsen die Konventualen baar empfangen; c) von 
100 Thlr., mit deren Zinsen jährlich zwei arme Wöchnerinnen unter 
stützt werden. 
Tollsches Stift zn Königsberg. 
Eine von dem Borsteher-Amt der Kaufmannschaft verwaltete milde 
Stiftung. Auf die zu vergebenden Stellen haben zunächst die Kauf 
manns - Wittwen aus der Familie des Kaufmanns Christian Gottlob 
Toll ein Anrecht, in deren Ermangelung die männlichen Verwandten 
desielben und, wenn auch solche nicht vorhanden, Kaufmanns-Wittwcn 
christlicher Religion des Orts, vorzugsweise aus dem Kneiphöfschcn 
Stadt-Bezirke, — jedoch sämmtlich nur, wenn sic arm sind. 
Topssches Legat. 
Kapital 100 Thlr. Die Zinsen werden 5 Jahre angesammelt und 
dann einer braven Dienstmagd zu Stolbcrg a. H. bei der Heirath ver 
liehen. 
Fran Toussaint, 
geb. Stephany, eine 1846 in Berlin + Kaufmanns - Wittwe, setzte 
ihren Geburtsort, das Dorf Buch im Nieder-Barniinschen Kreise, zum 
Universal-Erbeu ein. Das Objekt der Erbschaft betrug zur Zeit des 
Todes der Erblasserin nur 6461 Thlr. 8 Sgr., sollte sich aber nach 
Wegfall der von der Verstorbenen ausgesetzten bedeutenden lebensläng 
lichen Renten um 43,750 Thlr. vermehren.
	        
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