Full text : Preußisches Landbuch

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Königs,  der  ihm  jährlich  200  Thlr.  zahlen  läßt.  Der  Verein  ermöglicht ­
  armen,  aber  fleißigen  und  gesitteten  Kindern  den  Schulbesuch,  indem ­
  er  dieselben  theils  mit  erwärmender  Kleidung  und  Schuhwerk,
theils  mit  Lehrmitteln  unterstützt,  auch  wohl  Schulgeld  für  Einzelne
zahlt.  Während  seines  Bestehens  bis  zum  Jahre  1861  hatte  der  Verein ­
  100,067  Kinder  mit  Kleidungsstücken  und  theilweise  mit  Lehrmitteln
unterstützt  und  besaß  ein  Vermögen  von  etwa  2676  Thlr.  Im  Jahre
I860  hatten  163  Knaben  und  127  Mädchen  Bekleidung  rc.  erhalten.
Verein  zur  Unterstützung  hülfsbedürftiger  Wöchnerinnen  in  Königsberg.
Er  unterstützt  die  Bedürftigen  durch  Wickclzeug,  Suppe  rc.  Ober-Vorsteherin ­
  Anna  v.  Kanlptz.
Verein  zur  Unterstützung  jüdischer  Hauskranken  zu  Königsberg.
Er  bezweckt  die  Unterstützung  von  jüdischen  Hauskranken  mit  Lebensrnitteln ­
  und  Holz,  und  hat  etwa  50  Mitglieder,  welche  an  100  Thlr.
jährliche  Beiträge  zahlen.  Vermögen  700  Thlr.
Verein  zur  gegenseitigen  Unterstützung  in  KrankheitS-  und  Sterbefällen  zu
Köiiigstzain  (Görlitz).
Derselbe  zählte  im.  Jahre  1861  138  Teilnehmer  und  hatte  ein  Vermögen ­
  von  744  Thlr.
Verein  zur  Besserung  sittlich  verwahrloseter  Kinder  in  Köslin.
Für  Hintcr-Pommern  im  Jahre  1829  begründet,  bringt  er  eine  namhafte ­
  Anzahl  von  Knabeu  und  Mädchen  gegen  ein  Pflegegeld  unter
und  hält  sie  4  bis  5  Jahre  in  Pflege.  Vorsitzender  Präsident  von
Kotze.
Verein  zur  Rettung  verwahrloseter  Kurder  in  Minden.
Derselbe  besteht  seit  1830  und  bezweflt,  verwahrlosctc  Kinder  in  guten
Familien  unterzubringen,  Knaben  in  einem  Handwerk  zu  unterweisen,
oder  Knaben  und  Mädchen  in  Dienste  unterzubringen  und  sonst  zu  beaufsichtigen. ­
  Er  hat  mehrere  Zuwendungen  erhalten  und  besitzt  seit
1844  die  beschränkten  Korporations-Rechte'.  Vermögen  650  Thlr.
Verein  für  Westphalen  und  Rhein-ProviUz  zttr  Bildung  von  Eleinentar-Lehrern
und  zur  Beförderung  von  Handtverken  mid  Künsten  unter  den  Juden.
1825  von  Dr.  Haind  orf  als  „Verein  zur  Beförderung  von  Handwerken ­
  unter  den  Juden  und  zur  Begründung  einer  Schul-Anstalt,
worin  arine  und  vcrwaisete  Kinder  unterrichtet  und  künftige  jüdische
Schullehrer  gebildet  werden  sollen."  begründet,  seit  1833  niit  dem  gleichartigen ­
  Verein  zu  Miitden  vereinigt  und  in  der  jetzigen  Tendenz  hergestellt. ­
  Der  Schwiegervater  des  Stifters,  Rentier  E.  Marcks  in
Hanlm,  sicherte  1825  das:Bestehen  der  Anstalt  durch  eine  Dotation  von
25,000  Thlr.  Seit  1837  ist  die  Vereins-Schule  als  eine  öffentliche
Schule  (Lehrer  -  Seminar)  anerkanut.  Die  Kgl.  Regierung  zu  Arnsberg ­
  verleiht  ein  Stipendium  vou  jährlich  60  Thlr.  an  bedürftige  und
würdige  Zöglinge.  Die  Einnahme  der  Anstalt  betrug  1861  aus  der
Provinz  Westfalen  11,232,  aus  der  Rhein-Provinz  1762,  zusammen
12,994  Thlr.;  die  Ausgabe  5178  7522  =  12,700  Thlr.,  das
            
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