Full text : Preußisches Landbuch

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Bogelsche  Stiftung  zu  Strehlitz  und  Guhlau  (Schweidnitz.)
Der  kath.  Pfarrer  Florian  Vogel  errichtete  1839  mit  einem  Hypotheken-Kapitale
  von  200  Thlr.  eine  Stiftung,  aus  welcher  die  zu
5  pCt.  berechneten  Zinsen  alljährlich  im  Januar  durch  den  katholischen
Pfarrer  zu  Strehlitz  einer  sich  verhcirathenden  Dienstmagd,  welche  in
Strehlitz  oder  Guhlau  geboren  und  daselbst  konfirmirt  worden  ist,  sich
auch  durch  einen  sittsamen  Lebenswandel  ausgezeichnet  hat,  zur  beffern
Einrichtung  ihres  Hausstandes  oder  als  Unterstützung  für  unvorhergesehene ­
  Nothfälle  gegeben  werden  sollen.  Ist  eine  solche  Magd  in
dem  einen  oder  andern  Jahre  nicht  vorhanden,  so  sollen  die  Zinsen
zu  einem  besonderen  Fonds  angelegt  werden,  aus  welchem  unbemittelte
Tagelöhner  oder  deren  Familien  bei  Krankheiten  oder  andern  Unglücksfällen ­
  unterstützt  werden.
Vogelersches  Legat.
Die  Zinsen  von  100  Thlr.  werden  zur  Anschaffung  von  Schulbüchern
für  arme  Kinder  der  Stadt  Heringen  verwendet.  .
PogelerscheS  Vermächtniß.
DieKaufmanns-Wittwe  Vogeler  geb.  Treuer  zu  Magdeburg  (t  1842),
hinterließ  mehrere  Vermächtnisse  zu  wohlthätigen  Zwecken:  so  legirte  sie
der  Armen-Kaffe  zu  Magdeburg  2000  Thlr.,  dem  Waisenhause  500,
dem  Bürger  -  Rettuugs  -  Institute  300,  der  Kleiukinderbewahr-  Anstalt
200  Thlr.
v.  Bogtsche  Stiftung.
Ņon  Antoinette  v.  Vogt  1811  gegründet,  bezweckte  sie  eine  Beihülfe
zum  Unterhalt  und  zur  Erziehung  armer,  sich  gut  aufführender  Kuranden ­
  des  (damaligen)  Königl.  Pupillen-Kollegii  zu  Berlin  und  es
wurde  dem  Präsidenten  desselben  die  Wahl  der  Benefiziaten  überlassen.
Stiftungs-Kapital  4100  Thlr.
Joh.  Herrmann  Bogtsche  Stiftung,
von  den  Eheleuten  Christian  Brücker  und  Elisabeth  geb.  Vogt  in
Koblenz  (1859)  begründet.  Sie  schenkten  der  ev.  Gemeinde  Mcinerzhagen
  (Altena)  10Ó0  Thlr.  in  4{  proccntigeii  Obligationen;  die  Zinsen ­
  sollen  von  dem  kirchlichen  Armen-Vorstande  der  ev.  Gemeinde  am
23.  December  jeden  Jahres  an  5  bedürftige  und  brave  Glieder  beider
Konfessionen  der  Genlcindc  Mcinerzhagen  vertheilt  werden.
Voigt  eliche  Stiftnug  zu  Halle.
^ie  1847  zu  Halle  unverheirathet  şKaroline  Juliane  Boigtel,  Tocher ­
  des  Geh.  Hofraths  und  Prof.  Boigtel,  begründete  mit  12,114
^hlr.  eine  Stiftung,  deren  Nutzungen  und  Zinsen  zur  Unterstützung
unvermögender  Jungfrauen,  insonderheit  der  Töchter  dasiger  Professoren ­
  und  evangel.  Prediger  verwendet  werden  sollen.  DaS  Kuratorium
^.îfteht  aus  einem  Professor  der  philosophischen  Fakultät  der  Univerlltät,
  eiuenl  Prediger  der  Hauptkirche  und  dem  jedesmaligen  Haupt-Rendanten
  der  dortigen  Pfännerschaft.  Die  Stiftung  erhielt  1857  eine
            
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