Full text: Preußisches Landbuch

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St. Willibr od- Spital zu Emmerich. 
1846 mit Staats-Genehmigung gegründet, ist die Anstalt bestimmt, 
Kranke ohne Unterschied der Konfession, des Geschlechts und des Stan- , 
des aufzunehmen und unentgeltlich zu verpflegen. Die Leitung ist 
barmherzigen Schwestern anvertraut. Die Anstalt ist selbstständig und 
hat ein Vermögen von 25,000 Thlr. 
Will kit Husches Stipendium. 
gestiftet 1534. Es beträgt jährlich 15 Thlr. und ist für stände 
Familienglieder und in deren Ermangelung für arme Bürger-Söhne 
der Stadt Burg bestimmt. 
Wil lmauusche Handwerker-Darlchnö Kassen-Stiftung zu Sagan, 
von dem Kommerzien-Rath Willmann zu Sagan zum Andenken an 
seinen um die vaterländische Industrie, verdienten 1854 t Bruder, den 
Fabrikbesitzer Willmann mit 1000 Thlr: unter dem obigen 'Rainen 
begründet. Ihr Zweck ist, unverschuldet zurückgekommenen oder sich m 
augenblicklicher Geldverlegenheit befindenden Handwerkern, welche Min 
destens zwei Jahre in der Stadt Sagan ein Gewerbe selbststandlg 
betreiben, Darlehne von 10—200 Thlr. gegen Sicherheit zu geben. 
Der Zinsertrag soll nach Abzug der Verwaltungskosten so lange zum 
Kapital geschlagen werden, bis dasselbe die Hohe von 3000 Thlr. er 
reicht hat. Ist dies geschehen, so sollen die Zinsen nicht wetter kapl- 
talisirt werden. Die Ueberschüffe werden alsdann zur Dotirung von 
Stellen in der Stenzelschen Waisen-Anstalt (s. d.) verwendet. Diese 
Stellen sind von der Verwaltungs-Kommission mit Kindern verstorbener 
Handwerker, welche ihr Gewerbe in Sagan selbstständig betrieben haben, 
zu besetzen. Die Verwaltung wird durch eine besondere Kommlssion, 
bestehend aus dem Bürgermeister; dessen Stellvertreter; dem Stadt 
verordneten - Vorsteher; dem Chef des - Handlungshauses Gebrüder 
Milchmann; einem der Rechts-Anwälte zu Sagan; zwei dortigen 
Handwerkern, welche ihr Gewerbe selbstständig betreiben, geführt. 
.. j in iw'W'i ck p ( n a ich«-' Stipendium. 
Mit 500 Floren von dem Professor Mi mp in a zu Frankfurt a. £)■, 
1516 begründet. Bei Verleihung dieses jetzt an die Universität Bres 
lau übergegangenen Stipendii haben katholische Studirende den Vorzug. 
Dem Magistrat zu Buchen am Odenwalde steht die Kollation zu. 
Franz v. Wincklersche Stiftung für Berg- und Hüttenleute. 
Die Erben des 1851 + Rittergutsbesitzers Franz v. Wincklcr zu 
Miechowitz, nämlich dessen Wittwe Marie geb. Domes, und dessen 
Tochter Baleska v. Winckler-Dom e s bestimmten die Zinsen eines 
Hypotheken-Kapitals von 10,000 Thlr. im Betrage von 500 Thlr. 
jährlich zur Unterstützung von Berg, und Hüttenleutcn der v. Wr nck- 
ler schen Werke. S. auch Krankenhaus zu Miechowitz. 
Wincklersche- Bermächtniß zu Habelschwert. 
Von dem Pfefferküchler Wincklcr (+ 1845) herrührend. Er setzte die
	        
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