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Kritik der Kunst beschäftigen. Der Verein darf eine gewisse Mit
gliederzahl nicht überschreiten. Direktoren sind zur Zeit die Profesioren
Waagen und Mandel, sowie der Hofrath Förster. Jedes Mit
glied zahlt jährlich 4 Thlr.
Wissenschaftlicher Bereiu zu Berlin.
1842 gegründet, hält er jeden Winter eine Reihe von wissenschaftlichen
Vorträgen im Saale der Sing-Akademie und widmet die dabei sich
ergebenden nicht unbedeutenden Üeberschüffe der Gründung von Volks-
Bibliotheken (s. d. A.). An der Spitze des Vorstandes Fr. v. Rau
mer und Prof. Gneist.
Wissvwasches Stipendium.
Am 13. März 1855 bei dem Königlichen katholischen Gymnasium in
Breslau begründet; Kapital-Vermögen 1859 -- 225 Thlr. Im Jahre
1859 wurde am katholischen Schullehrer-Seminar zu Breslau vom
Magistrat ein Stipendium von 40 Thlr. pro mino an einen Zögling
des Seminars mit der Maßgabe, bewilligt, bei Verleihung desielben
vorzugsweise auf der Stadt Bpeplau ungehörige Zöglinge zu rücksich-
tigen. Die Verleihung erfolgt auf Vorschlag des Direktors durch
übereinstimmenden Beschluß der Stadt-Behörden.
Anna Regine Witte,
zu Königsberg, vermachte (1678) 1666 Tlstr.^OO Är., von deren Zin
sen die Nachkommen des Ober-Hofpredigers Wegner und des Kom
missions-Sekretairs Wecker, sowie die Söhne des Erzpriesters Nasch,
wenn sie studiren, ein Stipendium auf cut Jahr genießen sollen.
Würden die Nachkommen des eingesetzten Erben Konow dürftig wer
den', so haben diese vor allen Anderen den Vorzug. Im Jahre 1838
(Koch II. 562) wurden zwei Portionen à 591 Thlr. verabreicht; Ka
pital 3433 Thlr.
Christop l, Wille,
begründete mit 1600 Thlr. Kapital und Morgen Acker eine Stif
tung, deren Einkünfte an Arme der Stadt Sndenburg vertheilt werden.
Karl Witte,
Prediger, Dr., zn Berlin begründete 1889 zu Ehren seines Lehrers,
des einstigen Direktors des Fricdrichs-Werderschcn Gymnasii, Friedrich
G ed ick e mit 1000 Thlr., welche er dem Gymnasium schenkte und dem
Magistrat zur Verwaltung übergab, eine Stiftung zur „Beförderung
des Gefühls für Wahrheit, siecht und Pflicht, nach Anleitung der
christlichen Sittenlehre". . Von den 40 Thlr. betragenden Zinsen die
ses Kapitals sollen alljährlich am 8. Oktober oder an dem nächstfol
genden Schultage, ' als ein Präininin sind | alo ein Accessit an zwei
Primaner verliehen werden, welche die besten Aufsähe über ein Thema
aus dem Gebiete der christlichen Sittcnleh'te oder des Naturrechts ge
liefert haben.
W i t t e ki n d s Stiftung zu Enger.
Wittekind, dessen Denkmal und Gebeine die uralte Kirche zu Enger