Full text : Preußisches Landbuch

789

enthält,  soll  befohlen  haben,  daß  alle  Jahre  an  seinem  Todestage
(6.  Januar)  ein  kirchliches  Gedächtnißfest  stattfinden  und  Semmel,
Brot  und  Würste  unter  die  Armen  vertheilt  werden.  König  Friedrich
Wilhelm  IV.  schenkte  zur  Aufrechthaltung  dieses  Gebrauchs  1000  Thlr.,
die  vom  Presbyterium  und  Armen-Vorstande  verwaltet  werden  und  von
deren  Zinsen  die  nöthigen  Semmeln,  Brote  und  Würste  —  so  weit
diese  nicht  herkömmlich  von  hiesigen  Bürgern  und  einzelnen  Kolonen
der  Landgemeinden  geliefert  —  angeschafft  werden.

.  Joh.  Christian  Wilh.  Wittig,
Hofbäcker,  nachheriger  Rentier  zu  Berlin  (1  1844)  vermachte  4000
Thlr.,  deren  Zinsen  an  bedürftige  Verwandte,  vorzugsweise  an  zwei
dürftige  Descendenten  seiner  Geschwister  je  zur  Hälfte  gezahlt  werden
sollen.  Die  Unterstützung  wird  auf  Lebenszeit  verliehen:  sterben  die
Descendenten  aus,  so  fallen  Kapital'  ünd  Zinsen  der  Armcn-Direktion
zu  ganz  freier  Verfügung  zu.
Lekretair  Wittigsche  Jubel-Stiftung  zu  Brieg.
Sie  bezweckt  die  Unterstützung  verarmter  Wittwen  und  Waisen  von
Kommunal-  und  Polizei-Beamten  zii  Brieg  und  ist  1864  errichtet.
Wittwen  Asyl  zu  Königsberg.
Von  der  1858  +  Dorothea  Henriette  Karoline  P  es  arra  begründet
und  mit  dem  Grundstücke  der  Altstalt,  Schulgaffc  2,  und  2000  Thlr.
dotirt.  up'!'*

Wittwen-Fonds  für  Pfarrer-  und  Lehrer-Wittwen  zu  Saarn  (Duisburg).
öOK  bau  s  Pfarrer  Seyd  bei  der  evang.  Gemeinde  durch  ein
Vermachtniß  von  200  Thlr.  begründet.

Wittwenhauķ  Wernigerode,
1730  aus  den  Ueberschüsicn  des  Nikolai-Hospitals  fnndirt  nnd  seit
1850  mit  diesem  verbunden.  Fünf  Konventualinnen  finden  darin  freie
Wohnung,  Feuerung  und  beziehen  jährlich  52  Thlr.  Das  Einkaufsgeld
  beträgt  125-1  Thlr.

Wittwkn-Kasse  der  St.  Nikolai-  mid  St.  Marien-Kirche  zu  Berlin.
Im  17ten  Jahrhundert  gestiftet  und  von  den  Predigern  beider  Kirchen
verwaltet.  Sie  hat  vermöge  alter  Stiftungen  (Lisca  Ş.  166)  ein
Vermögen  von  100,000  Thlr.  und  zahlt  lebenslängliche  jährliche  Pensionen ­
  und  Mieths-Entschädigungen  an  Wittwen  und  unverheirathet
bleibende  Töchter  verstorbener  Mitglieder.
Wittwen-Kasse  der  St.  Petri  Kirche  zu  Berlin.
Vermöge  alter  Stiftungen  reich  dotirt.  Die  Prediger-Wittwen  be
ziehen  nicht  nur  eine  auskömmliche  Pension,  cs  werden  auch  den  hiuterblicdenen
  mindern  Erziehung«-  und  Verpflegungsgelder  und  den  uuverheiratheten
  Töchtern  lebenslängliche  Pensionen  verabreicht.  Ein  Kapital ­
  von  3000  Thlr.,  ist.  zu  Stipendien-  bestimmt,  die  von  dem
Ministerium  der  Kirche  (vorzugsweise  an  Söhne  der  Prediger  der  Gemeinde) ­
  verliehen  werden.  (Lisco  S.  317.)
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.