Full text : Preußisches Landbuch

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ses  Kapitals  soll  alljährlich  ein  Sohn  unvermögender  Eltern,  welcher
bis  zum  vollendeten  16ten  Jahre  die  Schule  besucht,  sich  in  derselben
ausgezeichnet  und  eine  unvorbereitete  öffentliche  Prüfung  am  besten  bestanden ­
  hat,  ein  beliebiges  Handwerk  frei  erlernen.  Während  einer
dreijährigen  Lehrzeit  soll  er  unterstützt  und  -drei  Monate  nach  erfolgter
Freisprechung  soll  ein  Kapital  von  100  Thlr.  für  ihn  gut  geschrieben
und  zinsbar  gemacht  werden.  Kommt  der  Geselle  nach  zurückgelegten
Wander-Jahren,  während  derm  er  «in  SUpeudiLm  bezieht,  mit  Kenntnissen ­
  bereichert  nach  Hause,  hat  er  sich  gut  geführt,  und  findet  Gelegenheit, ­
  sich  am  Orte  zu  etablircu,  so  soll  ihm  alsdann  das  Kapital
der  100  Thlr.  nebst  den  mittlerweile  darauf  gewonnenen  Zinsen  zu
seinem  Etabliffemcnt  abgereicht  werden.  Falls  der  Bénéficiât  dagegen
auf  der  Wanderschaft  verstirbt,  oder  sich  durch  schlechte  Aufführung  der
Wohlthat  unwürdig  macht,  oder  endlich  sich  anderwärts  niederläßt,  soll
das  Kapital  au  eine  arme  und  unbescholtene  Bürgerstochter  des  Orts
als  Mitgift  bei  ihrer  Verhciratbung  gezahlt  werden.  Tie  Verwaltung
der  Stiftung  steht  der  Armen-Kvmmission  unter  Aufsicht  der  Regierung
in  Liegnitz  zu  und  das  Stiftungs-Kapital  beträgt  zur  Zeit  17,000
Thlr.  Ein  Theil  der  Zinscn-Ueberschüfse  wird  zur  Unterhaltung  einer
Zeichnen-Schule  verwendet.  à
Pfarrer  und  Superintendent  in  Prökuls  (Memel),  schenkte  (1857)  .dem
dortigen  Verein  zur  Erziehung  hülfloser  Kinder  und  Besserung  ent
laffener  Sträflinge  für  die  Zwecke  desselben  ein  Kapital  von  1500  Thlr.

ZoelsfelscheS  Bermächtniß,
von  dem  zu  Breslau  (1882)  f  Kaufmann  Ephraim  Gottlieb  Zoelffel
  herrührend;  er  setzte  den  evaug.  armen  Schulkindern  in  Friedeberg
a.  Q.  ein  Legat  von  1000  Thlr.  aus.
Zöllnerscheö  Süpeudiuin,

von  der  Loge  zu  den  drei  Weltkugeln  in  Berlin  zum  Andenken  an
ihren  ehemaligen  Großmeister,  den  Ober-Konsistorialrath  Zöllner
(t  1804)  gestiftet.  Es  besteht  (Lisco  S.  327)  in  50  Thlr.  und
wird  an  einen  zur  Universität  abgehenden  armen  »nd  vorzüglichen  Schüler ­
  des  Gymnasiums  zum  grauen  Kloster  oder  an  einen  jungen  Künstler
oder  an  einen  jungen  Handwerker  der  höheren  Klaffen  gezahlt.
verwandten  Schlegel,  den,  Jakoh  Hoewes  jun.  und  den  Töchtern
des  Samuel  Lo  ew  eu  oder  Lauen  resp.  bereu  Kinder  und  Kindeskindern ­
  zukommen.  £>ic  Aufsicht  über  die  Stiftung  hat  seit  1812  das
Stadtgericht.  nl

uz  bumsn

ttķ  r  Ililiü  filini  Zoologischer  Garten  ,u  Berlin.
Angeregt  von  König  Friedrich  Wilhelm  IV.,  welcher  dazu  die  Einräumung ­
  eines  Theils  der  ehemaligen  Fasanerie  und  die  Uebersiedelung

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