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eine Bahn in südwestlicher Richtung von Cardenas zur Verbindung
mit derjenigen Bahn, welche von Sagua la Grande in gerader
Richtung zur Südküste Lei Cienfuegos führt und welche zwei
Anschlußbahnen von Norden bezw. von Süden her nach Santa
Clara, der jetzigen Bezirksstadt, hat, sowie in westlicher Richtung
mit der Bahn von Guines in Verbindung steht;
eine Bahn von Trinidad nach der nordwestlich davon im Innern
telegenen Stadt San Espiriti!, mit einer Anschlußbahn südwärts
zur Küste bei Tunas;
eine Bahn von Puerto Principe im Innern nach dem oben erwähnten
Hafen Nuevitas an der Nordküste;
eine Bahn von Jibara nach Holguin zur Erleichterung des Holz
handels;
endlich eine kleine, bereits vor langer Zeit angelegte Bahn von
San Jago nach Moron, deren hauptsächlicher Zweck die För
derung des Kupferbergbaus sein sollte.
Diese Uebersicht läßt erkennen, daß der westliche Theil der Insel, und
auch dieser vorzüglich in seiner nördlichen Hälfte ziemlich gut mit Eisen
bahnen versorgt ist, daß namentlich eine solche in der Mitte durch die Insel
von deren westlichster Bezirksstadt ans das Innere zur größeren Hälfte
durchschneidet. Dagegen wird die Südküste und die östliche Hälfte der
Insel noch viele Strecken aufweisen, welche der Eisenbahnen dringend
bedürfen und ungeachtet der etwas schwierigen Bodenverhältnisse auch
bauen können.
4. Geschichtliches.
Obwohl bereits 1492 entdeckt, wurde Cuba doch erst im Jahre 1508 als
eine Insel erkannt, da man es bis zur völligen Umschiffung durch Sebastian
Ocampo für einen östlichen Vorsprung des Amerikanischen Festlandes
hielt. Nach der Besitzergreifung und der vollständigen Eroberung der Insel
wurden einige Zeit hindurch die Eingeborenen milde behandelt und das
Land schien einem blühenden Zustande entgegenzugehen. Allein die den
damaligen spanischen Eroberern gemeinschaftliche Habsucht, gereizt durch
die Vorstellung verborgener großartiger Goldschätze, und in Verbindung
damit der Naeenhaß und der katholische Bekehrungseifer veranlaßte bald
eine Verfolgung der eingeborenen Indianer, welche sich allmälig grausamer
gestaltete. Bereits im Jahre 1532 sollen nach amtlichen Berichten nicht
mehr als 4500 Ureinwohner übrig geblieben sein, wobei allerdings zu
berücksichtigen, daß die Bewohnerzahl vor der Entdeckung schwerlich eine
sehr große gewesen sein mag; gewiß ist, daß die fortdauernde Verfolgung
im Jahre 1560 zur völligen Ausrottung führte.