Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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ganz  selbst  überlassen  war.  Mit  Aeng'stlicbkeit  war  er  schon
früh  darum  besorgt  gewesen,  seine  Manuscripte  für  den  Fall
seines  Todes  vernichtet  zu  sehen.  Kurz,  vor  dem  Eintritt  des
letzteren  Hess  er  Alles  bis  auf  einen  kleinen  Rest  verbrennen.
Die  Welt  kann  ihm  dafür  nur  dankbar  sein;  denn  sie  hat  an
unnützer  Literatur,  die  sich  an  untergeordnete  Erzeugnisse
grosser  Namen  knüpft,  ohnedies  schon  genug.  Die  Collegienhefte
  von  Glasgow  sind  sicherlich  kein  Verlust,  zumal  im  ersten
Theil  dos  oben  erwähnten  Cursus  auch  die  natürliche  Theologie
Und  die  Beweise  vom  Dasein  Gottes  zur  universitätsmässigen
Behandlung  gelangt  waren.  Uebrigens  lässt  sich  die  Handlungsweise ­
  Smiths  in  dieser  Beziehung  leicht  erklären.  Es  war  ihm
die  Vorstellung  unangenehm,  dass  nach  seinem  Tode  Sachen
gedruckt  werden  sollten,  die  er  selbst  höchstens  als  eignes
Material  schätzte.
4.  Es  mag  noch  daran  erinnert  sein,  dass  der  Verfasser
des  Völkerreichthums  in  seinen  ersten  Studien  und  auch  später
einige  Neigung  für  Mathematisches  und  Naturwissenschaftliches
bekundet  hat,  und  dass  seine  Geistesart  von  Kindheit  an  eine
oft  bis  zu  einer  gewissen  Abwesenheit  und  Versunkenheit  in
sich  selbst  gesteigerte  Concentrirung  bemerken  Hess.  Wir
haben  hier  wiederum  eine  Bestätigung,  dass  in  der  neuern  Zeit
die  Hinneigung  zu  Mathematik  und  Naturstudien  zu  den  Andeutungen ­
  einer  rationelleren  Auffassung  der  W  issenschaft  und
einer  dem  modernen  Geiste  entsprechenden  Thätigkeit  gehört.
Ein  gewisser  Vorzug  der  Methode  ist  selbst  bei  der  dürftigsten
Annäherung  an  jene  strengeren  Gebiete  nicht  zu  verkennen,
ünd  man  kann  behaupten,  dass  die  Pflege  der  verschiedensten
Wissenschaften  um  soviel  verstandcsmässiger  und  moderner
ausfallcn  muss,  als  die  Mathematik  und  die  strengsten  Theile
dos  Naturwissens  für  die  Form  der  allgemeinen  Gedankenhaltung ­
  maassgebend  werden.  In  diesem  Sinne  hat  auch  Adam
^mith  dom  Einfluss  der  in  eminenter  Weise  modern  zu  neno
  enden  Bildungsmittel  unterlegen,  und  seine'Arbeit  hat  einen
grossen  Theil  ihrer  Klarheit  sowie  wichtige  Bestandtheile  ihrer
Methode  diesen  Einwirkungen  zu  danken.  Dennoch  würde
man  fehlgreifen,  wenn  man  voraussetzte,  es  herrsche  darin  die
Mechanik  eines  Princips,  etwa  des  Erwerbsintcresso  in  jener
äussersten  Folgerichtigkeit,  die  wir  in  allen  strengen  Wissen.-öchaften
  als  selbstverständlich  voraussetzen.  Eine  solche  Conto* ­

            
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