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einem bestimmten Preise nicht mehr nach Aussen ausdehnen
liesse, dann hätte die Cultur unter den unergiebigeren Verhält
nissen auf dem näheren, schwieriger zu bewirthschaftenden
Lande einzutreten. Die Auseinandersetzungen waren verständ
lich und nicht ohne Geist. Der Urheber kam wiederholt auf
seine Theorie zurück; aber sie blieb wissenschaftlich unbeachtet.
Erst mit Ricardo sollte etwas Aehnliches, aber weit weniger
Einfaches eine Rolle spielen.
6. Nach dem Vorangehenden wird es sich leicht erklären,
dass Autoren, die indirect durch die Ricardosche Ueberlieferung
beeinflusst waren, dazu gelangen konnten, das Rcntengebilde
unwillkürlich aus einem blossen Bestandthcil zur ganzen und
vollen Rente zu machen, wie dieselbe in der Gestalt der Pacht
vom Grundeigenthümer bezogen wird. Wenn man sich erlaubt,
an Stelle der eigenthürnlichen Theorie des Urhebers etwas
beliebig Verändertes einzuschieben, so ist die erstere nicht
mehr in Präge und zu einer bosondcrii Untersuchung des
neuen mehr oder minder gestaltlosen Gebildes kein hinreichen
der Grund vorhanden. Mit der angeblichen Autorität des
Namens kann sich Niemand für solche Oombinationen decken,
welche in ihrer Verflachung von der ursprünglichen Eigen-
thümlichkeit nichts mehr aufzuweisen haben. Läge aber ein
mal eine gänzlich neue Theorie vor, so hätte sic sich selb
ständig zu begründen und wäre ebenfalls nicht in der Lage,
sich auf die Autorität berufen zu können. Wollte sich aber
Jemand schliesslich damit helfen, dass er behauptete, es sei
nur ein Irrthum des Urhebers ausgemerzt und das Uebrige be
lassen worden, so sehe man ja zu, was für Unterschiebungen
bei einer solchen Wendung mitspielcn, und ob nicht vielleicht
gar nur ein Gemeinplatz oder eine nichtssagende Vorstellung
vertheidigt werde, die gar nicht bestritten wird. Häufiger wird
allerdings bei der Wahrnehmung einer verlornen Sache die
Zuflucht zu Zweideutigkeiten den Schein rotten sollen. Achtet
man auf diese verschiedenen Möglichkeiten, so kann man sich
das nähere Durchgehen aller Schulstrcitigkcitcn ersparen und
vorkommenden Falls jede Wendung entkräften. Wir verzichten
daher darauf, die mannichfaltigen Variationen darzustellen, zu
denen die Ricardosche Rententheorio als mehr oder minder ver
standenes, ja oft nur wenig gekanntes Urbild gedient hat. Die
betrefl'ende Literatur hat einen sehr untergeordneten Charakter.