Full text: Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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den bei der Darstellung des letzteren auf jene fundamentale 
Betraclitungsart näher einzugehen haben. 
An dieser Stelle haben wir dagegen die schwierige Auf 
gabe, eine noch unvollendete Theorie in dieser Eigenschaft 
sichtbar zu machen, ohne ihr irgend etwas unteizulegen, was 
in ihr noch nicht enthalten war. Wir weisen daher ausdrück 
lich darauf hin, dass List wesentlich nur zu der allerdings 
hochwichtigen und bahnbrechenden, aber noch keineswegs die 
ganze Wahrheit enthaltenden Idee gelangt ist, dass die pro 
ductive Wirkung andere Gesetze habe, als der Werth. Indem 
er beide Betrachtungsarten, jede in ihrer Sphäre, als berechtigt 
nebeneinander stellte, Hess er die Frage ofTon, wie denn nun 
das giystem der ivirüischaftlichen ITorgänge einhcutlich aufzu- 
fassen sei, und welche theoretische und praktische Bedeutung 
den neu entstehenden Werthen zugeschrieben werden müsse. 
Die Lösung dieser Schwierigkeit ist durch Carey in der durch 
greifendsten Weise gefördert worden, und unsere kritisch so- 
cialitäre Oekonomie steht heute auf einem Standpunkt, auf 
welchem ein vollständig befriedigender Abschluss dieser wich 
tigsten aller rein theoretischen Aufgaben erreicht ist. 
7. Es braucht wohl in praktischer Hinsicht kaum bemerkt 
zu werden, dass es keine Wirthschaft geben kann, die sich in 
ihren Operationen nicht unmittelbar nach den Werthen zu 
richten hätte. Der einzelne Privatmann sowie jedes gesell 
schaftlich finanzielle Rechtssubject und mithin schliesslich die 
Finanz wirthschaft des Staates selbst müssen der Wert rec 
nung folgen. Kein einziges Interesse kann, wenn es auch aus 
andern Rücksichten fromme Wünsche von entgegengesetzter 
Richtung hegte, seine eigne natürliche Logik verleugnen und 
gegen die entscheidende Rechnung mit den erzielbaren Werthen 
gleichgültig bleiben. Die einzige Frage beruht daher, ganz 
unabhängig von dem theoretischen Sinn des Werthbegriffs, au 
der Unterscheidung des augenblicklichen und des zukünftigen 
Vortheils. Wo kein Organ und kein Interesse vorhanden ist, 
durch welches die Zukunft der Nation als solche vertreten wird, 
da ist auch niemals auf eine besondere Wahrnehmung der 
Wirthschaftssolidarität zu rechnen. Das Gesetz der Interessen 
ist für die Oekonomie das oberste von allen, und schon Adam 
Smith hat gegen die Mechanik der Interessen verstossen, in 
dem er inconsequent bei der Grenze der Einzel wirthschaft, also
	        
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