Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

Carey  sehen  System  der  Nationalökonomie  zu  handeln  haben.
Das  schöpferische  Material  der  systemschafifenden  Ideen  ist
gegeben,  und  darüber  hinaus  zunächst  noch  mehr  zu  verlangen,
würde  von  ^rosser  Unkenntniss  der  Entwicklungsgesetze  eines
eben  noch  imernstlichsten  Schagen  begrigengewesenenWissenszweiges
  zeugen.  Carey  hat  für  seinen,  auch  abgesehen  von
den  principien  umwälzenden  Ideen,  äusserst  reichhaltigen  Gedankenkreis ­
  eine  Darstellungsform  gewählt,  die  der  ursprünglichen ­
  Natürlichkeit  und  Lebensfülle  des  neuen  Inhalts  entspricht.
  Er  und  List  sind  in  dieser  Beziehung  Vertreter  einer
synthetischen  Oekonomie,  welche  den  Zusammenhang  der  Erscheinungen ­
  hervortreten  lässt,  indem  nicht  blos  die  Bestandtheile
  einzeln  gezeigt,  sondern  auch  in  ihrer  natürlichen  Verbindung, ­
  Aneinanderreihung  und  Abfolge  vorgeführt  werden.
Diese  Art  des  synthetischen  Verfahrens,  welche  die  Natur  in
der  lebendigen  und  organischen  Gliederung  ihrer  Vorgänge
sichtbar  macht  und  sich  nicht  mit  den  bewegungslosen  Theilstücken
  und  deren  isolirter  Nachweisung  begnügt;  —  diese  nur
den  zugleich  denkenden  und  mit  einer  regeren  Phantasie  ausgestatteten ­
  Geistern  mögliche  Behandlungsart  hat  Vortheile  für
sich,  wie  sie  durch  die  einseitige  Pflege  der  zerlegenden  Untersuchung ­
  niemals  erzielt  werden  können.  Die  Nachweisung  des
Bandes,  durch  welches  sich  die  wirthschaftlichen  und  socialen
Erscheinungen  verknüpfen,  ist  in  dem  eben  angege  enen
höheren  und  organischen  Sinne  sogar  eine  selbständige  Wissenschaftsstufe, ­
  von  der  man  zwar  unbeschadet  gewisser  un
taler  Einsichten  absehen  kann,  deren  Betretung  a  er  ein  n
und  vollkommneres  Stadium  oder,  einfacher  gesagt,  eine
mehrung  des  Wissens  repräsentirt.  Aus  diesem  ^^tz  ^
Grunde  sind  aber  die  an  der  Spitze  stehenden  »y^temschafl^
den  Ideen  und  Stammeinsichten  auch  ohne  jene  synthétise  e
Form  und  ohne  jenen  Zusammenhang  darstellbar.  Ja  indem
sie  sich  aus  diesem  Zusammenhang  lösen  und  als  etwas  von
der  eigenthümlichen  Anwendungsform  ganz  Unabhängiges  bekunden,
  zeigen  sie  sich  erst  vollständig  in  ihrer  Selb^enugsamkeit
  und  setzen  sich  zu  dem  bisherigen  Inhalt  der  Wissenschaft ­
  in  das  bestimmteste  Verhältniss.  Die  Klarheit,  we  c  e
hiedurch  für  die  Vergleichung  mit  den  älteren  btandpunkten
gewonnen  wird,  ist  nicht  gering  anzuschlagen,  und  wir  sehen
            
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