Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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des  laisser  aller,  wenn  auch  nicht  besonders  betont  worden,  so
doch  imangeiochten  geblieben.  Es  war  daher  auch  gegen  den
Freihandel  nirgend  verstossen.  Der  Autor  hatte  sich  in  diesem
Punkte  vielmehr  von  der  Ansicht  seines  Vaters  getrennt.  Wohl
war  er  sich,  als  er  die  Vorrede  zum  ersten  Bande  des  Hauptwerks ­
  von  1837  schrieb,  bewusst  gewesen,  dass  er  von  Gesichtspunkten ­
  ausginge,  welche  eine  Umwälzung  der  bisherigen
Nationalökonomie  bedeuteten.  Er  hatte  schon  in  dieser  Vorrede ­
  ausgesprochen,  dass  die  fraglichen  älteren  Ansichten  einst
Plätze  neben  dem  Ptolomäischen  System  erhalten  würden.
Allein  er  hatte  sich  ganz  und  gar  auf  die  reine  Theorie  beschiänkt
  und  ausschliesslich  die  Erklärung  der  so  zu  sagen
natui  gesetzlichen  Erscheinungen  der  Oekonomie  im  Auge  behalten. ­
  Er  hatte  die  fördernden  und  hemmenden  Ursachen  der
dem  Culturfortschritt  günstigen  und  ungünstigen  Phänomene,
namentlich  aber  in  den  spätem  Theilen  seines  Werks  den  Einfluss ­
  der  politischen  Freiheit  gekennzeichnet.  Er  hatte  die
Beziehungen  der  Oekonomie  zu  den  Sitten  und  den  civilisatorischen
  Gestaltungen  dargelegt,  aber  er  hatte  nie  den  Uebergang
  von  der  rein  theoretischen  zur  praktischen  und  angewandten ­
  Mechanik  des  wirthschaftlichen  Kräftespiels  vollzogen.
Letzteies  geschah  erst  mit  den  Schriften  der  zweiten  Gruppe,
als  deren  entscheidende,  den  Uebergang  vermittelnde  Grundlegung ­
  das  ungefähr  ein  Jahrzehnt  später  erschienene  Buch
„Vergangenheit,  Gegenwart  und  Zukunft”  (The  past,  the  present ­
  and  the  future,  Phil.  1848)  zu  betrachten  ist.  Wir  müssen
jedoch,  ehe  wir  das  Weitere  vorführen,  die  Gründe  angeben,
durch  welche  die  Veränderung  in  Careys  praktischer  Auffassung
der  Wirthschaftspolitik  oder  vielmehr  überhaupt  die  Hinwendung ­
  zu  einer  solchen  bewirkt  worden  ist.
3.  Als  das  grundlegende  Hauptwerk  erschien,  war  der
Verfasser  in  den  Vierzigern.  Auch  bekundete  sich  in  seiner
Leistung,  ganz  abgesehen  von  den  epochemachenden  Aufstellungen, ­
  in  der  Haltung  und  Anschauungsweise  eine  Reife  des
rein  theoretischen  Geistes,  die  aller  Wahrscheinlichkeit  nach
im  Wesentlichen  nicht  gesteigert  werden  konnte.  In  der  reinen,
die  Erscheinungen  vornehmlich  passiv  betrachtenden  Theorie
wird  daher  jederzeit  auf  jenes  erste  grundlegende  Werk  zurückzugehen ­
  sein,  wenn  überhaupt  streng  historisch  verfahren
werden  soll.  Dieses  Werk  bildet  zusammen  mit  den  erwähnten
            
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