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ausdrücklicher Polemik auf das grade Gegentheil davon ge
richtet worden waren.
5. Die wissenschaftliche Axe dos Careyschen Systems ist
von vornherein die Werththeorie gewesen und in allen ferneren
Entwicklungen auch geblichen. In dem Grundwerk von 1837
ist die Arbeit als einzige und überall erkennbare Ursache der
Werthbestimmung anerkannt. Während Adam Smith und Ri
cardo nicht nur noch andere Gesichtspunkte daneben hatten
gelten lassen, sondern auch in der universellen Durchführung
des Princips nicht bis an die äussersten Grenzen der auch mit
anderartigen Kreuzungen verträglichen Anwendbarkeit vorge
gangen waren, ist der Amerikanische Volkswirthschaftstheore-
tiker dem natürlichen Zuge nach einheitlicher Bethätigung der
Arbeitsidee gefolgt und hat so den Unterschied von Nutzen
und Kosten sowie von Reichthum und Werth mit einer zuvor
nicht vorhanden gewesenen Entschiedenheit sichtbar gemacht.
„Nützlichkeit”, schrieb er schon damals, „ist die Vorbedingung,
aber nicht die Ursache des Werths.” Die universelle Trag
weite, welche diesem Satz für Alles gegeben wurde, was, be
weglich oder unbeweglich, im Verkehr eine im Preise zum
Ausdruck gelangende Geltung hat, machte das Charakteristische
der neuen Theorie aus. Nutzen und Kosten Hessen sich nir
gend mehr verwechseln; Naturstoif und Naturkräfte konnten
an sich selbst keinen bezahlbaren Werth der fraglichen Art
haben, und das gemeine Vorurtheil, als wenn die Naturdinge
und unter ihnen auch Gold und Silber die Höhe ihrer Geltung
im Verkehr etwas Anderm als der Arbeit zu verdanken hätten,
musste vollends schwinden. Ausserdem fügte Carey zu dem
bessern Werthbegriif aber noch ein Werthgesetz hinzu, dessen
Neuheit und Originalität unverkennbar ist. Im Hinblick auf
die fortschreitende Entwicklung der Volkswirthschaften hob er
die Wahrheit hervor, dass nicht die Productionskosten, sondern
die Reproductionskosten den Werth bestimmen. Da nun die
letztem mit der technischen Vervollkommnung und mit der
en gern oder sonst bessern Vereinigung der menschlichen Kräfte
abnehmen, so ist in dieser Beziehung ein allgemeines Sinken
der Werthe ein Grundgesetz des geschichtlichen Fortschritts
der Völkerwirthschaft. Die steigende Civilisation und Cultur
bringt die Minderung der für eine gleiche Erzeugnissmenge
aufzuwendenden Arbeit mit sich. Nach Carey soll nun auch
Dühring, Oescliichto der Nationalökonomie. 2. Auflage. 26