Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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Di©  Meng©  dor  A.rb6Ít86ÍnküiiftG  soll  so  tiborwiGgcnd  worden^
dass  man  jene  Einnahmearten,  die  auf  Rechnung  des  Capitals
verbleiben,  nur  noch  als  eine  Art  Reibungswiderstand  der  gesellschaftlichen ­
  Circulation  ansehen  dürfe.  Diese  harmonistische
Voraussetzung,  die  uns  im  Allgemeinen  schon  oben  beschäftigte, ­
  zeigt  nun  recht  deutlich,  dass  eine  strenge  Schlussfolgerung ­
  aus  dem  rein  technischen  Productionsgesetz  des  Capitals
nur  dann  statthaben  könnte,  wenn  die  Ursachen  der  socialen
Aneignung  ausgetilgt  wären.  Das  Capital  selbst,  wie  es  von
Carey  definirt  wird,  nämlich  das  technische  Werkzeug  der  Production, ­
  macht  keinen  weiteren  Anspruch,  als  dass  ihm  zu  seiner
ursprünglichen  Hervorbringung  eine  bestimmte  Arbeitsmeuge
gewidmet,  und  dass  es  nach  Maassgabe  der  Abnutzung  oder
des  vollständigen  Verbrauchs  durch  eine  meist  geringer  ausfallende ­
  Arbeitsmenge  wiedorersetzt  werde.  Hierin  liegt  keine
Spur  von  Aneignung,  Die  letztere  ist  eine  sociale  Vertheilungsfunction
  und  ist  nicht  auf  Rechnung  dos  Capitals,  sondern  voll
und  ausschliesslich  auf  diejenige  des  Capitalisten  d.  h.  des  Beherrschers ­
  der  Werkzeuge  zu  schreiben.  Wie  schon  angedcutet,
  liegt  aber  grade  diese  hochwichtige  Unterscheidung  von
eminent  socialitärer  Bedeutung  den  Carey  sehen  Argumentationen ­
  äusserst  fern.  Man  würde  also  nur  in  der  socialitären
"Wirthschaft  von  dem  Gresetz  der  sinkenden  Reproductionskosten
des  Capitals  für  den  Arbeiter  den  vollen  Vortheil  ziehen.
Bodenrente,  Capitalgewinn  und  Zins  würden  alsdann  nicht  blos
bis  zur  relativen  Unerheblichkeit  geschmälert  werden,  sondern
gar  nicht  mehr  in  Frage  kommen.  Die  Thatsache,  dass  sich
ein  solcher  Endzustand  durch  ein  relatives  Steigen  des  Gewichts, ­
  welches  die  Arbeitermenge  socialwirthschaftlich  der  Anzahl ­
  der  Besitzer  und  der  Grösse  der  Besitzeinkünfte  gegenüber  in
die  Schaale  wirft,  nach  Naturgesetzen  vorbereitet,  ist  die  haltbare ­
  Lehre,  die  man  der  Careyschen  Anschauungsart  entnehmen ­
  und  den  blos  mit  einer  pessimistischen  Fäulniss  und  einem
Uebermaass  der  Missverhältnisse  rechnenden  Deductionen  des
Elendssocialismus  entgegensetzen  kann.  Die  Möglichkeit  und
Noth  Wendigkeit  der  socialitären  Wirthschaft  entspringt  nicht
sowohl  aus  dem  die  modernen  Erscheinungen  begleitenden
Elend,  als  vielmehr  aus  dem  positiven  Kräftezuwachs  des  Proletariats. ­

Die  Niedrigkeit  des  Zinsfusses  ist  für  Carey  nicht  nur  ein
            
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