Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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blick  auf  diesen  Umstand  lässt  sich  mit  unserm  Schotten  o-ar
nicht  mehr  kritisch  rechten.  Nur  sei  bemerkt,  dass  seine  gegen
dm  Smithsche  Grund  Vorstellung  gerichtete  Formel,  wonach
nicht  die  aufgewendete  Aibeit  den  Werth,  sondern  der  vorher
feststehende  Werth  die  aufzuwendende  oder  aufwendbare  Arbeit ­
  bestimmt,  ausserhalb  des  Tausches  und  eines  fertigen  Systems ­
  der  Preise  keinen  Sinn  haben  würde,  wenn  man  ihr
nicht  das  Bedürfniss,  d.  h.  die  Nützlichkeit,  als  für  die  wirthschafthche
  Kraftausgabe  normgebend  unterlegte.  Schwerlich
kann  man  sich  irgendwo  an  einem  deutlicheren  Beispiel  von
der  Nothwendigkeit  einer  kritischen  Auffassung  des  Werthbegriffs
  und  der  Werthursachen  überzeugen,  als  an  den  Raisonnements ­
  Macleods.  Eben  weil  sein  Denken  und  seine  Schlussart
einen  gewissen  Grad  von  Genauigkeit  haben,  treten  die  ünveieinbarkeiten
  entschiedener  hervor,  als  in  den  verwaschenen
Auslassungen  historistischer  und  descriptiver  Natur,  wie  sie  die
Zuflucht  aller  derjenigen  bilden,  die  dem  Rationalen  in  jeglicher
  Richtung  gern  aus  dem  Wege  gehen.  Der  Fundamentalleliler
  ist  also  bei  Macleod  schon  in  seiner  Fassung  des  Gesetzes ­
  von  Angebot  und  Nachfrage  zu  suchen,  indem  die  Glieder
dieses  den  Angelpunkt  abgobenden  Verhältnisses  ohne  eine
.mbmfknde  VonfleHungsrnt  von  dem  Sinn  der  in  flmem  fhm_
rirenden  Grössen,  d.  h.  von  den  Werthen,  gedacht  sind.  UebriiT^ns
  18t  es  c^anz  rkdddg:,  class  die  ^Triebkraft  der  Ooncurrenz  iii
ihrer  Rolle  für  das  ökonomische  System  mit  der  Bedeutunoverglichen ­
  werden  kann,  welche  der  Gravitation  bisher  in  den
Erklärungen  des  Natursystems  zukam.  Die  wirthschaftlichen
Phänomene  sind,  abgesehen  von  dem,  was  sie  auch  noch  sonst
sein  mögen,  innerhalb  des  lebendigen  Verkehrs  stets  Concurrenzerscheinungen.
  Allein  die  Ursachen  dieser  Ooncurrenz  sind
hefer  zu  suchen,  als  dies  von  Seiten  Macleods  geschehen  ist.
le  Bevölkerung  und  die  Naturgrenzen  dürfen  auch  in  den
nicht  Malthusianischen  Systemen  nicht  übersehen  werden.  Am
weni^ten  durfte  dies  aber  da  geschehen,  wo,  wie  bei  Macleod,
er  Malthus-Ricardoschen  Anschauungsweise  gegenüber  eine
gewisse  Gleichgültigkeit,  um  nicht  zu  sagen  Unbestimmtheit,
vorherrscht.  Unter  allen  Umständen  muss  sich  aber  eine
Ibeorie  der  Ooncurrenz  allermindestens  auf  die  von  der  Natur
vorgeschriebenen  Bahnen  des  Ooncurrenzlaufes  und  auf  die
Untersuchung  der  Positionen  oder  Ohancen  einlassen.  Andern-
            
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