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„Mehrwertli” oder, in der gemeingültigen Sprache geredet, der
Capitalgewinn enthalten ist. Abgesehen von der auf irgend
einer Stufe der Production bereits in den Arbeitsmitteln und
relativen Rohstoifen enthaltenen Arbeitszeit, ist jener Ueber-
schuss des Arbeitstages der Antheil des capitalistischen Unter
nehmers. Die Ausdehnung des Arbeitstages ist hienach reiner
Auspressungsgewinn zu Gunsten des Capitalisten. Die Lohn
sklaverei ist hienach klarer als das Sonnenlicht; denn ein
Mensch, der höchstens sechs Stunden Arbeitszeit nöthig hätte,
um vollständig das zu ersetzen, was zu seiner Existenz an
Arbeitszeit von Andern aufgewendet werden muss, sieht sich
durch das Joch, welches ihm die ausbeutende Gesellschafts
und Productionsverfassung auferlegt, unausweichlich gezwungen,
zwölf, vierzehn oder mehr Stunden aufreibende und abstumpfende
Frohnarbeit zu verrichten. Er muss acht, bezüglich sechs
Stunden für die Capitalisten arbeiten, um deren Gewinne zu
produciren. Der giftige Hass, mit dem Herr Marx diese Yor-
stellungsart des Auspressungsgeschäfts pflegt, ist nur zu be
greiflich. Aber auch ein gewaltigerer Zorn und eine noch
vollere Anerkennung des Ausbeutungscharakters der auf Lohn
arbeit gegründeten Wirthschaftsform ist möglich, ohne dass
jene theoretische Wendung, die sich in der Marxschen Lehre
von einem Mehrwerth ausdrückt, angenommen wird. Es ent
steht nämlich die Frage, wie die concurrirenden Unternehmer
im Stande sind, das volle Erzeugniss der Arbeit und hiemit
das Mehrproduct dauernd so hoch über den natürlichen Her
stellungskosten zu verwerthen, als durch das berührte Yerhält-
niss des Ueberschusses der Arbeitsstunden angezeigt wird.
Eine Antwort hierauf ist in der Marxschen Doctrin nicht an
zutreffen und zwar aus dem einfachen Grunde, weil in dersel
ben nicht einmal die Aufwerfung der Frage einen Platz finden
konnte. Der Luxuscharaktcr der auf Soldarbeit gegründeten
Production ist gar nicht ernstlich angefasst und die sociale
Yerfassung mit ihren aufsaugenden Positionen keineswegs als
der letzte Grund der weissen Sklaverei erkannt worden. Im
Gegentheil hat sich immer umgekehrt das Politischsociale aus
dem rein Ookonomischen erklärt finden sollen. Wir sind hie
mit wieder auf den Ursprungsfehler und die erste Täuschung
der ganzen Anschauungsweise zurückgewiesen. Yon Werth
darf im streng theoretischen Sinne einer Schätzung der Arbeits-