Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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unbewusste  Werkzeuge  gebrauchten  Pedanten  vermochten  weder
ihren  beschränkten  Gesichtskreis  zur  Idee  der  demokratischen
Staatsform  noch  zu  der  einer  socialen  Reform  zu  erweitorn"  .  .
Sie  .  .  ,  „lieferten  den  Beweis,  dass  unsere  Hochschulen  nicht
die  Brennpunkte  des  geistigen  Lebens  der  Nation,  sondern  Sitze
der  Kleingeisterei  und  Beschränktheit  sind.”  Man  vergesse  bei
diesem  ürtheil  nicht,  dass  nicht  die  strengeren  Wissenschaften
und  auch  nicht  einmal  die  rein  positive,  mehr  civilistische
Jurisprudenz,  sondern  nur  die  Publicistik  und  Nationalökonomie
in  Frage  sind,  und  dass  für  andere  Länder  sich  das  betreffondo
Verhältniss  in  manchen  Beziehungen  noch  schlimmer  gestaltet.
Adam  Smith  hatte  von  der  Leistungsfähigkeit  der  Universitäten ­
  überhaupt  auch  in  seinem  Vaterlande  keine  grosso  Moinung,
  und  bei  dem  engen  Zusammenhang  von  Theorie  und
Praxis  ist  es  nur  ein  entsprechendes  Soitenstück,  wenn  ein  Humo
die  theoretische  Capacität  der  betreifenden  Sphäre  völlig  verachtete. ­
  Dio  Marloscho  Auslassung  ist  nur  eine  gelegentliche
Nebenregung,  die  mit  dem  bekannten  Urtheil  über  die  Frankfurter ­
  Nationalversammlung  als  über  ein  sogenanntes  Professorenparlament ­
  zusammentraf,  zugleich  aber  die  theoretische
Wuizel  der  praktisch  traurigen  Gestalten  andeutete.  Von
der  hohen  Bourgeoisie  wird  es  einige  Seiten  weiter  ausgesprochen, ­
  dass  sie  „mit  der  einen  Hand  nach  der  Krone
der  Fürsten  und  mit  der  andern  nach  dem  Eigenthum  des
Volkes  greift.”
Das  Beste  an  der  Marloschen  Arbeit  ist  der  erste  Band,
weil  derselbe  sich  mit  den  fremden  Ideen  und  geschichtlichen
Erscheinungen  beschäftigt,  und  auch  schon  die  erste  Abtheilung
mit  ihrem  Schluss  über  die  Rolle  der  verschiedenen  Staaten
genügt  vollkommen,  um  den  Verfasser  kennen  zu  lernen.  Wir
können  daher  seinen  Standpunkt  als  einen  solchen  betrachten,
wie  er  den  Jahren  1848—50  entsprach,  und  können  uns  auf
diese  Weise  auch  die  freilich  nebensächliche  Färbung  der  Anschauungsart ­
  erklären.  In  der  Vorrede  zur  zweiten  Abtheilung
sagt  uns  der  Verfasser,  dass  er  gegen  die  Mitte  der  vierziger
Jahre  bei  einer  technischen  Reise  in  Norwegen  auf  Veranlassung ­
  der  begründeten  Elendsschilderungen  eines  dortigen  Deutschen ­
  Fabrikarbeiters  den  Gedanken  gefasst  habe,  sich  nicht
mehr  blos  um  Maschinen  und  Technik,  sondern  um  den  Menschen
und  sein  wirthschaftliches  Schicksal  zu  kümmern.  Die  Schwierig-
            
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