Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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sie  sogar  durch  die  feindliche  Berührung  mit  dem  politisch  gestalteten ­
  Socialismus  bereits  aufgelöst.  Namentlich  hat  der  unsocialistische
  Radicalismus  der  ältern  Art  immer  mehr  die  Unhaltharkeit
  seiner  Halhstellung  erproben  müssen  und  ist  entweder ­
  zum  offenen  Anschluss  an  die  Bourgeoispolitik  oder  zum
Uebergange  in  das  socialistische  Lager  gedrängt  worden.  Auf
Deutschem  Boden  hat  der  Hauptführer  der  rein  politisch  Radicalen,
  Johann  Jacohy,  durch  seinen  Anschluss  an  das  jüngste
socialdemokratische  Parteigebilde,  nämlich  an  das  im  Sinne  der
Internationalen  gehaltene  Eisenacher  Programm,  ein  hervorragendes ­
  Beispiel  für  die  unvermeidliche  socialistische  Oonsoqucnz
  der  blos  politisch  demokratischen  Ausgangspunkte  geliefert. ­
  Ein  Theil  seiner  früheren  Gesinnungsgenossen  ist  dagegen ­
  durch  die  Besitzinteressen  und  die  Beengtheiten  der
bisherigen  Ueberlieferung  in  einer  Art  Schwebe  zurückgehalten
worden  und  hat  durch  die  Unsicherheit  dieser  Lage  nur  noch
mehr  den  Satz  bestätigt,  dass  sociale  Parteilosigkeit  in  den
politischen  Gegensätzen  heute  eine  Unmöglichkeit  geworden  ist.
In  einem  ähnlichen  Sinne  vollzieht  sich  überall  in  den  Hauptculturstaatcn
  die  sociale  Scheidung  der  politischen  Parteien,
und  auch  in  Nordamerika  hat  das  socialistische  Scheidemittel
bereits  angefangen,  eine  veränderte  Gruppirung  einzuleiten.
Grade  dort  wird  der  entschiedenste  Beweis  geliefert,  dass  die
grösste  Summe  politischer  Freiheiten  alten  Stils,  namentlich
aber  die  republikanisch  parlamentarische  Regierung  mit  voller
Vereins-  und  Pressfreiheit  keine  Bürgschaften  für  das  socialitäre
  Recht  und  gegen  die  wirthschaftliche  Unterdrückung  bietet.
So  ist  denn  überall  die  Nothwendigkeit  vorhanden,  die  alten
politischen,  ganz  wie  die  alten  wirthschaftlichen  Parteien  in
einen  einzigen  Gegensatz  von  zwei  Lagern,  nämlich  der  Socialdemokratie ­
  und  der  Besitzoligarchie  zu  verwandeln.
Auch  die  alten  religionspolitischen  Parteien  fallen  einem
ähnlichen  Schicksal  anheim,  wie  die  übrigen  politischen  Gruppirungen.
  Auch  sie  werden  zu  einer  neuen  Stellungnahme  gedrängt, ­
  wobei  der  reactionäre  Charakter  der  sämmtlichen  die
Religion  vertretenden  und  als  politisches  Mittel  bethätigenden
Elemente  immer  weniger  zu  maskiren  ist.  Wo  die  Priosterschaft
  der  verschiedenen  Culte  sich  in  die  sociale  Frage  einmischt, ­
  wie  dies  im  grössten  Umfang  von  katholischer  Seite
in  ultramontaner  oder  nichtultramontaner  Weise,  mit  mehr  an-
            
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