Full text: Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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cialisten auf dem Katheder und den von der Manchesterpartei 
spottweise so getauften Kathedersocialisten gähnt, eine aus 
führlichere Charakteristik gewidmet haben. So aber bedarf es 
nur noch der Abweisung jener oben erwähnten „Yorläufer- 
schaft”, die in der Presse im Hinblick auf meine kurz vor dem 
Kriege von 1866 für das Preussische Staatsministerium gear 
beitete Denkschrift angenommen worden ist. In einem ge 
wissen Sinne ist es allerdings wahr, dass sich die sogenannten 
Kathedersocialisten meinen abgelegten Hock von damals nach 
einem halben Dutzend Jahren angezogen haben. Er war aber, 
als ich ihn und wie ich ihn trug, ein anständiger, welcher einem 
aufrichtigen Yertreter der Arbeitersache den Yerhältnissen 
nach angemessen war. Ihn nach 6 Jahren schäbig und in 
Eumpen aufzunehmen und dabei in die Köcher statt in die 
Aermel zu fahren, — das ist der glänzende Beruf der Katheder 
socialisten gewesen, denen er trotzdem noch einige Blössen ge 
deckt hat. Ich hatte in meiner Denkschrift ein deutliches und 
praktisches Princip, nämlich die staatliche Organisation der 
Arbeitercoalitionen ; die Kathedersocialisten haben keines und 
leben eklektisch von Abfällen aller Art, in denen der alte 
Polizeistaat und auch meist ein verschämtes religiöses Mucker 
thum eine Hauptrolle spielen. Brosamen von den Tischen 
aller Theorien und aller Parteien sind, soweit diese Herren 
glauben, sie neben ihrer Amtsbesoldung verzehren zu dürfen, 
die Elemente zu dem Brei, den sie mit ihrer oben gekenn 
zeichneten sogenannten Ethik einrühren. Mit diesem, dem Hu 
mor der verschiedensten Standpunkte anheimgefallenen Brei 
haben sie ihren Mangel an Beruf, in die grosse sociale Frage 
hincinzurcden, genugsam bekundet, und wenn sie fortan durch 
aus sociale Fragen heimsuchen wollen, so mögen sie sich an 
ihrer eignen universitären versuchen. Da haben sie die schönste 
Gelegenheit, statistisch oder unstatistisch zu erforschen, wozu 
Gehälter von durchschnittlich 2000 Thaler und mehr für natio 
nalökonomische oder andere Professursinecuren grösstentheil» 
aus den Yolkssteuern gezahlt werden müssen. Auch mögen 
sie sich berechnen, dass jede Stunde kathedersocialistischer 
Professorwcishoit dem Yolke mindestens 10 bis 20 Thaler kostet. 
Statt dessen beklagen aber die Herren einen vermeintlichen 
Mangel an Professuren. Bei jeder Gelegenheit wollen sie neue 
geschaffen und höhere Besoldungen ein geführt wissen, während
	        
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