Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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fen,  die  noch  erst  bei  ihm  in  die  Schule  zu  gehen  hätten.  Wie
sollte  man  auch  andere  Früchte  von  einem  Professorengeschlecht
gewärtigen  können,  welches  bei  Leuten,  wie  Hermann  und
Rau  oder  Herrn  Roscher  die  Autorität  und  Quelle  seiner  trüben ­
  und  verworrenen  Schulung  gesucht,  dort  seine  Protection
und  Direction  gefunden  und  die  echten  Grössen  der  Wissenschaft ­
  nie  von  den  unbeholfenen  Lehrhuchzimmerern,  Pedanten,
Scholarchen  und  Compilationisten  unterscheiden  gelernt  hat!
Von  dem  Socialismus  versteht  es  sich  von  selbst,  dass  die
Professorweisheit  an  seiner  Conception  und  Ausbildung  unschuldig ­
  bleiben  musste.  Sie  hat  sich  aber  unter  dem  Antrieb
des  Kitzels,  sich  durch  ein  Benagen  der  verbotenen  Frucht
eine  wichtige  Miene  zu  geben,  mit  ihm  jetzt  nachträglich  einlassen ­
  wollen  und  dabei  einen  aus  alten  Lappen  zusammengeflickten ­
  Wechselbalg  producirt.  Die  Universitäten  sind  in  der
That  ein  Spiegel  der  umgebenden  Gesammtzustände,  aber  freilich ­
  vorzugsweise  der  rückläufigen  Elemente  dieser  Zustände,
und  so  zeigt  sich  unsere  Hinweisung  auf  das  Schicksal  und  die
Beschaffenheit  dieser  Lehranstalten  als  eine  Ergänzung  der
Kennzeichnung  der  rückläufigen  Parteien  und  Gesellschaftsbestandtheile.
  Vielleicht  giebt  es  kein  entscheidenderes  Merkmal ­
  der  geistigen  Abgelebtheit,  als  den  Umstand,  dass  die
kathedersocialistelnden  Professoren  ihre  Zuflucht  zur  Betheiligung ­
  an  socialpolitischen  Agitationen  genommen  und  einen
Verein  für  Socialpolitik  gebildet  haben.  Jene  Species  der
Gewerkveroine,  die  sich  noch  von  den  herrschenden  Classen
bevormunden  lassen,  ist  hiebei  ihre  einzige  praktische  Bundesgenossenschaft ­
  oder  vielmehr  ihr  Anlehnungspunkt  geworden.
Durch  die  dieser  Richtung  dienstbaren  Bourgeoiszeitungen
lassen  sie  sich  glorificiren,  um  so  auf  Grund  ihrer  praktischen
Betheiligung  an  Parteimanövern  den  Ruf  zu  ersetzen,  den  ihnen
die  reine  Wissenschaft  versagt.  Es  ziemt  sich  nicht  für  wirkliche ­
  und  echte  Wissenschaft,  durch  agitatorische  Theilnahme
an  praktischen  Parteihandlungen  ihre  theoretische  Unbefangenheit ­
  zu  gefährden.  Die  ernsten  und  grossen  Theoretiker  werden ­
  auch  niemals  dazu  Neigung  haben,  durch  solche  Verbindungen ­
  und  Betheiligungen  ihrer  Kritik  Fesseln  anzulegcn  und
die  reine,  weit  ausschauende  und  über  die  Einseitigkeiten  des
Parteitreibens  erhabene  Wahrheitsforschung  in  die  Kämpfe
blosser  Theilinteressen  zu  verwickeln.
            
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