Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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wie  die  Kirche  haben,  indem  mächtigere  Collectivkräfte  zuerst
neben  ihm  und  schliesslich  über  ihm  zum  Selbstbewusstsein
und  zur  Organisation  gelangen.
Aehnlich  wie  die  politischen  Gruppirungen  würden  auch
die  rein  socialen  eine  durchgreifende  Aenderung  zu  erfahren
haben;  namentlich  würde  der  brutale  Zwang,  der  die  Geschlechtsverhältnisse
  prostituir!,  freieren  und  edleren,  mit  mehr  Moralität
vereinbaren.  Formen  des  Zusammenlebens  und  der  Verpflichtung ­
  zur  individuellen  Sorge  für  den  Nachwuchs  weichen  müssen.
Die  Bevölkerungsfrage  würde  vorläufig  die  Anzahl  noch  gar
nicht,  um  so  mehr  aber  die  Beschaffenheit  des  Nachwuchses  berühren. ­
  Die  Rechte  der  beiden  Geschlechter  würden  auf  Grundlage ­
  der,  unabhängig  von  einer  Ehe,  an  sich  selbst  gesicherten
ökonomischen  Existenz,  weit  leichter  im  Sinne  einer  gleichen
Selbständigkeit  und  einer  Fähigkeit  zu  den  öffentlichen  Rechten
geordnet  werden  können,  als  dies  von  unserm  heutigen  Standpunkt ­
  aus  vorstellbar  erscheint.  Die  heerdenartige  Existenz
im  Sinne  des  Polypendaseins  und  eine  falsche  sogenannte
Nationalerziehung,  ja  überhaupt  jedes  kasernenartige  Unterrichtssystem, ­
  wären  hiemit  ausgeschlossen.
7.  Im  rein  wirthschaftlichen  Gebiet  wird  die  Ordnung  der
Privatrechtsverhältnisse,  welche  das  Recht  an  der  Arbeitskraft
beeinträchtigen,  zunächst  durch  Beseitigung  des  Gewalteigenthums ­
  vorzubereiten  sein.  In  dieser  Beziehung  verweise  ich
auf  die  Besprechung  der  socialitären  Schemata  in  meinem  Cursus
der  National-  und  Socialökonomie.  Die  auf  den  Verbrauch
und  Genuss  bezüglichen  Sitten  müssen  sich  von  selbst  verbessern, ­
  sobald  der  Grundsatz  der  Gleichberechtigung  in  der
Menge,  wenn  auch  nicht  in  der  Art  des  Verzehrs  auch  nur
zu  annähernder  Verwirklichung  gelangt.  Das  Geldsystem  wird
fortbestehen  müssen,  weil  es  keine  andere  gediegene  Grundlage
des  Austausches  nach  dem  durch  die  Arbeitsmenge  bestimmten
Werthe  geben  kann,  und  weil  sonst  die  frcigelassene  Auswahl
der  Art  der  zu  verbrauchenden  Gegenstände  nicht  leicht  und
mannichfaltig  genug  bestimmt  werden  könnte.  An  eine  Ausmerzung ­
  des  Metallgeldes  ist  daher  nicht  im  Entferntesten  zu
denken;  dagegen  wird  das  Papier  in  einem  nicht  auf  Ausbeutung ­
  und  Schein  begründeten  Verkehr  nur  die  Function  haben
können,  als  Rechtstitel  auf  niodergelegte  und  jederzeit  verfügbare ­
  Metallmassen  umzulaufen.  In  der  socialitären  Gesellschaft
            
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