Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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vorfändon,  an  welche  schon  vorher  erinnert  worden  ist.  Das
Schlusserg-ebniss  unseres  Eingehens  auf  die  Einzelheiten  ist
also  die  Bestärkung  der  Thatsache,  dass  Petty  zwar  vermöge
seiner  quantitativ  bestimmter  gestalteten  Anschauungen  sehr
vielen  Erkenntnissen  näher  kommen  musste  als  diejenigen,
welchen  dieser  natürliche  Zwang  zur  bessern  Orientirung  fern
blieb;  —  dass  er  aber  dessenungeachtet  in  der  Richtung  auf
Volkswirthschaftliche  Theorie  nur  halbe  und  flüchtige  Gedanken
aufzuweisen  hat,  die  grade  nach  der  feineren  Seite  einander
widersprechen  und  mithin  kaum  als  Versuche  gelten  können.
Was  dagegen  den  eigentlichen  Gegenstand  seiner  Arbeiten,
nämlich  eine  Art  statistischer  Inventarisirung  betrifft,  so  ist
die  Bcurtheilung  des  materiellen  Werthes  dieser  Hauptseito
seiner  Leistungen  eine  Sache,  die  nicht  in  den  Zusammenhang
unserer  Geschichte  gehört.
8.  tJeber  Locke  braucht  im  Allgemeinen  hier  nicht  viel
gesagt  zu  werden,  da  sein  Bild  wesentlich  der  Geschichte  der
Philosophie  angchört.  Eür  die  Volkswirthschaftslehre  kommt
er  nur  mit  Nebenbeschäftigungen  in  Frage.  Die  wichtigste  Idee
oder  vielmehr  die  erheblichste  Annäherung  an  einen  später  in
anderer  Gestalt  sehr  einflussreich  gewordenen  Gedanken  findet
sich  in  seiner  Schrift  über  bürgerliche  Regierung  unter  dem
Capitel  vom  Eigenthum  eingestreut.  Was  er  sonst  in  Abhandlungen ­
  über  Zins  und  Münze  schrieb,  tritt  nicht  aus  dem
Rahmen  der  Reflexionen  heraus,  wie  sie  unter  der  Herrschaft
des  Mercantilismus  in  Anlehnung  an  die  Vorkommnisse  des
Staatslebens  üblich  waren.  TJeber  die  Freiheit  des  Zinsfusses
hatte  mancher  Geschäftsmann  ähnlich  gedacht,  und  auch  die
Entwicklung  der  Verhältnisse  brachte  die  Neigung  mit  sich,
die  Zinshemmungen  als  unwirksam  zu  betrachten.  In  einer
Zeit,  wo  ein  Dudley  North  seine  Discourses  upon  trade  (1691)
in  dor  Richtung  auf  Freihandel  schreiben  konnte,  musste  bereits ­
  Vieles  gleichsam  in  der  Luit  liegen,  was  die  theoretische
Opposition  gegen  Zinsheschränkungen  nicht  als  etwas  Unerhörtes ­
  erscheinen  liess.  Zwar  hatte  der  eben  genannte  Händler,
ein  niedriges  Werkzeug  der  richterlichen  Reactionsvcrfolgungen,
für  seine  aus  den  Geschäften  von  Oonstantinopel  und  Smyrna
her  erworbenen  Grundsätze  keinen  Beifall  zu  finden  vermocht, ­
  und  es  fiel  in  unserm  Jahrhundert  dem  Neubrittischen
Freihandel  anheim,  jene  verschollene,  ja  fast  verlorne  Schrift
            
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