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von der Ausübung der Gerechtigkeit abhalten, denn der
Himmel war schon eingestürzt, das Aergste schon hereingebrochen.
Alles mußte wieder aufgebaut werden, und man
hatte nicht Zeit für die geschichtlichen Künsteleien gewöhnlicher
Regierungsmittel. Mit dem Tode vor Augen wollte
man durch Werke der Gerechtigkeit das richtende Schicksal
sühnen. Man war von seinem Rathe verlassen und baute
allein auf Gott, indem man nur gerecht zu sein sich bestrebte.
Man mußte die Gerechten anrufen, sich blindlings
in ihre Hände geben. Da traten auch Männer hervor,
welche sich getrauten, das gefallene Vaterland wieder aufzurichten.
Und sie stellten das Vaterland her —, kräftiger,
größer, sicherer, als es jemals gewesen, ein Ziel der Bewunderung
und Hochachtung für die Mitwelt. Diese Männer
waren keine Genies, keine überfeine diplomatische Köpfe,
sondern nur klug durch die Erleuchtung des Rechtsgefühls
und groß durch das Vertrauen auf die Kraft einer rein
humanen Gesinnung. Sie suchten nicht nach einer geschichtlichen
Basis, sondern räumten allen geschichtlichen
Schutt hinweg, um ein unerschütterliches Fundament auf
dem Boden des Menschenrechts für ihren Neubau zu gewinnen.
Und der Bau hat sich bewährt und steht noch
fest, und ist noch Preußens Stolz und Preußens Burg.
Und die Zeit jenes Baues ist die Zeit der wahren Bedeutsamkeit
Preußens für europäische Kulturgeschichte, — eine
Zeit, in welcher der Geist des Rechts allein, über alle
geschichtlichen Rücksichten sich erhebend, frei schalten durfte,
und der gerade Gedanke einmal seine Geltung erhielt. Will