Object: Reis

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zen vielfach noch auf die Hälfte oder ein Drittel ihrer Länge 
zurückgeschnitten, was schnelleres Schossen und gleichmäßigeres 
Wachstum zur Folge hat. Dann werden die Sämlingsbündel auf 
die fertig bearbeiteten Sawahs verteilt. Auf der Malaiischen 
Halbinsel steckt man sie bis zum Auspflanzen mit den Wurzeln 
in einen Düngerbrei, der aus Guano, Kuhdung oder Knochenmehl 
oder aus einer Mischung dieser Bestandteile besteht. Die bis- 
herigen Saatbeete werden nach dem Hinwegnehmen der Sämlinge 
schleunigst noch einmalumgearbeitet und dann ebenfalls bepflanzt. 
Auf den Philippinen wird stellenweise nach dem „dapog‘‘ ge- 
nannten System, das für frühreife Varietäten immer mehr An- 
wendung findet, die Reissaat nicht in die Erde gelegt, sondern 
in ein etwa zolldickes Keimbett von feuchten Reisspelzen oder 
Häcksel. Dieses ruht auf Bananenblättern, mit denen man die 
Saatbeete bedeckt hat. Das Verfahren hat den Vorteil, daß beim 
Herausnehmen der Sämlinge die Wurzeln durchaus geschont 
werden, was ein viel früheres Verpflanzen, nämlich nach 14 Tagen, 
zuläßt. 
Eine andere eigenartige und interessante Abänderung der 
Saatbeetbereitung ist das im westlichen Indien als „rab‘“ be- 
kannte Verfahren, das auch bei einigen Hirsearten angewendet 
wird. Es besteht in einem Brennen des Erdbodens, das in der 
Trockenzeit vor dem Südwestmonsun vorgenommen wird. Auf 
den zu Saatbeeten ausgesuchten Landstücken wird eine 1—72 Zoll 
dicke Lage getrockneten Kuhdungs ausgebreitet; auf diesen 
kommt eine Lage von trocknen Baumblättern oder zerhackten 
trocknen Zweigen, darauf Gras, Stroh oder andres brennbare 
Material und schließlich reine oder mit frischem Dung gemischte 
Erde, die z. T. in die Lücken hineinfällt und die Luft verdrängt, 
so daß sich auf diese Weise das Brennen verlängert. Derselbe 
Zweck wird dadurch erreicht, daß man das Feuer an der Leeseite 
anlegt, so daß es gegen den Wind brennt. Diese Behandlung 
des Bodens soll eine ausgezeichnete Wirkung auf das Wachstum 
des Reises haben. Auf die Erörterung der Ursachen dieser Wir- 
kung muß hier verzichtet werden (43, S. 271—275; 133, vol. V, 
Ss: 591—595; 92; 72).
	        
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