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Vierter Teil.
jedes findet immer einen, mit dem es sich so weit einläßt. Das
heißt, daß es Kraftüberschuß, überschäumender Lebensmut ist,
was diese Jungen Menschen in Konflikte, in Not bringt, und
daß es sich einzig darum handelt, diese mächtigen Energien
weiser zu lenken. Die übrigbleibenden 10% sind junges Volk,
das nicht körperliche oder seelische Energie genug hat, um
seine natürlichen Triebe zum Ausdruck zu bringen?2.‘““ Indes,
„wenigstens 500% der jungen Leute, die mit Abdrücken und
Küssen anfangen, bleiben nicht dabei stehen, sondern gehen
weiter und geben sich anderen sexuellen Freiheiten hin, die
sogar nach den von ihnen selbst angenommenen sittlichen
Forderungen empörend und unanständig sind ®,‘“ Weiter:
„150% von diesen enden dann damit, daß sie überhaupt keine
Grenzen mehr kennen.“ Von 495 Mädchen, die sich zugegebe-
nermaßen mit jungen Leuten abgegeben hatten, wurden freilich
nur 25, d. h. 5%, schwanger. Die Schwangeren standen übrigens
durchweg im Alter von 14 bis 18 Jahren ®, ;
Eine erstklassige Studienanstalt (Philipps Academy) in Denver
mußte wegen der Ausschweifungen, die dabei vorkamen, das
Tanzen in der Schule verbieten. Dieses Vorkommnis beschäf-
tigte die Öffentlichkeit stark, Der Direktor der Akademie selbst,
E. Stearns, berichtete in einem Artikel an die Zeitung „Boston
Globe‘, daß unter anderen Maßnahmen, die er hatte ergreifen
müssen, auch die Einsetzung eines Ausschusses aus der Lehrer-
und Studentenschaft gewesen sei, und zwar mit den Pflichten:
z. Als Polizei zu dienen und Paare, die undezent tanzten,
anzuhalten, eventuell hinauszuweisen ;
zu verhüten, daß Mädchen zweifelhaften Charakters zu-
gelassen würden:
PD
%® Lindsey, 1. c., p. 48/49
% 5, 52.
9 Lindsey, p. 54.