ITALIEN — Toscana.
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Unter den „ausserordentlichen Ausgaben“ sind 2 34.3,734 Für den
Unterhalt der österreichischen Truppen. Dieser Posten fällt dermalen
zwar hinweg ; allein abgesehen von den Mehrkosten für das seitdem
verstärkte eigene Militär, würden nach Entfernung der gedachten Aus
gabe immer noch 4Yg Mill, im jährlichen Staatsbedarf fehlen.
Schulden. Den Frieden von 1795 erkaufte Toscana von tiank-
reich um 1 Mill. Frkn.; 1796 musste Livorno I Mill. Scudi, feimor
das ganze Land nochmals 1 Mill. Frkn., da,m 1799 wieder 2 Mill.
Frkn. an die Franzosen bezahlen. — Um 1842 sollen die Schulden
gänzlich abbezahlt gewesen sein. Seit 1851 wurden deren folgende
neue angehäuft:
1851, .Juni, 12 Mill, za 5 Proc. — 12 Mill. tose. Lire
1852, Nov., I - Menien zu 3 % 33'/g -
1853, Mai, I - , . 3 % 3^^ -
zus. 78%
Dazu Papiergeld 8% -
Total über 87
Die Verwendung geschah zur Abtragung älterer fundirter Schulden,
namentlich des erworbenen Lucca, Bezahlung für Ansprüche Oester
reichs, Verminderung der schwebenden Schuld, und Hafenbau in Li
vorno etc. In Folge des seitherigen Deficits wird die 0esammtschuld
wohl 100 Mill, übersteigen.
Militär. Der Formationsstand ward 1853 zu 14,759 Mann an-
gegeben; der wirkliche Bestand scheint weit geringer gewesen zu
sein. Darunter : ^
1 Reg. Gendarmerie
1 - Artillerie
1 Division Cavallerie
8 Bat. Idnien-Intanterie
2231 1 Bataill. Invaliden
1320 I Insular-Bataill.
260 6 Bat. freiwilliger Grenzjäger
5017 Marinecorps . . • ■
469
631
4512
148
Seitdem Vermehrung, angeblich aut 16,000 Mann.
Festungen. Orbitello und San Martino; auf Elba Porto terrajo
und Porto Longone. Castelle zu Livorno, Siena, Volterra, Pistoja
und Florenz.
Sociales. Obwohl während der zweiten Hälfte des voripn Jahr
hunderts in Toscana mehr Verbesserungen stattfanden, als m irgend
einem andern Staate Italiens, so blieb doch der Haupyundbesitz m
Tonnen.