Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

GROSSBRITANIEN  —  Sociale,  Gewerbs-  und  Handelsverhältnisse.  21

Wir  fügen  eine  Vergleichung  der  Consumtion  an  Colonialprodukten ­
  in  Grossbritanien  und  Frankreich  bei,  nach  dreijährigem  Durchschnitte, ­
  wobei  der  Betrag  auf  Zollpfunde  reduzirt  ist  :
Frankreich  «rossbritaiiien
im  üaiizan  pr.  Koi)f  Zucker:  im  Ganzen  pr.  Kopf

1821—23:  95’642,666  3,18
1851—53:  174790,000  4,86
Calf  fee  :
1821—23  :  16’446,666  0,53
1851—53  :  40726,000  1,11
Thee  :

313’986,666  14,90
692'993,332  25,38
7744,666  0,34
31’619,332  1,15

1821—23  :  128,666  0,04
1851—53  ;  326,666  0,09

20’624,666  0,98
56’266,666  1,45

Baumwolle:
1821—23  :  42’608,666  1,42  141’076,666  6,71
1851—53:  137'096,000  3,80  671'552,000  24,44
Allerdings  produzirt  Frankreich  auch  noch  Rübenzucker,  doch
nur  etwa  100  Mill.  Pf.  Darnach  stellt  sich  der  Gesammtzuckerverbrauch
  in  Frankreich  auf  etwa  7%  Pf.  pr.  Kopf,  gegenüber  25,38  in
England  (zugleich  eine  Illustration  des  Einflusses  der  Schutzzollbegünstigung ­
  inländischer  Zuckerindustrie).
Auch  die  Sparkassen  geben  einen  entsprechenden  Beweis.  Eine
Parlamentserhebung  lieferte  für  den  Zeitpunkt  20.  Nov.  1853  folgende
Ziffern  :

Sparkassen  Einlagen  Einleger  Durchschntt.  Zlnsfnss
England  .  .  .480  mit  29767,831  Pf.  von  1’068,994  2  Pf.  18  S.  9  Den
Schottland  .  .  45  ^  1’837,103  «  ,  116,113  2  <=  17  ,  7  .  ‘
Mand  .  .  .  51  »  1’587,448  «  ,  34,470  2  ,  16  .  5  ¡
Kleine  britische  Inseln  .  2  ,  335,009  «  ,  12,953  3  í
Zusammen  578  mit  33’227,391  Pf.  von  1’232,530
Im  Jahre  1841  betrugen  die  in  den  Sparkassen  eingelegten  Gelder:
in  England  21'036,190,  in  Wales  527,688,  Schottland  608,509,  Irland
  24’474,689.  Sonach  allenthalben  Zunahme,  das  unglückliche  Irland ­
  ausgenommen.  liier  dienten  die  Sparkassengelder  mit  zur  Förderung ­
  der  Auswanderung.
(Allerdings  darf  der  Stand  der  Sparkassen  nicht  unbedingt  als
Massstab  des  Volkswohles  gelten.  Ausser  der  Leichtigkeit,  etwas  zu
ersparen,  wirkt  die  Leichtigkeit  oder  Schwierigkeit  anderweiter  Geldanlagen ­
  hier  ein  ;  auch  die  Höhe  oder  Niedrigkeit  des  Zinsfusses.
Immeihin  aber  besitzen  die  britischen  Arbeiter  ein  enormes  Kapital.)
Den  Aufschwung  des  Volkswohlstandes  im  Ganzen  bezeugen
unter  andern  auch  folg.  Daten:  Von  1815—43  ist  eine  Vermehrung
des  Ertrags  des  Grundeigenthums  von  62  Proz.  constatirt.  Das  der
Einkommensteuer  unterworfene  Grundeigenthum  (das  geringe  Einkommen ­
  unterliegt  nicht  dieser  Steuer)  wird  von  Porter  auf  ungefähr  240
das  der  ganzen  Bevölkerung  auf  320  Mill.  Pf.  St.  (6000  und  8000
Mill.  Franken)  berechnet.  —  Der  Handel  (siehe  unten  Näheres)  hat
sich  von  1830—54  um  150  Proz.  vermehrt;  die  Tonnenzahl  hat  sich
seit  Anfang  des  Jahrhunderts  verdoppelt  (die  Einfuhr  betrug  nicht  1/4
der  jetzigen,  die  Ausfuhr  stieg  seitdem  von  33  auf  98  Mill.  Pf,).
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.