Hand- und Mastensignale. Wegesignale.
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keinerlei Hindernis der Einfahrt entgegensteht. Die Abschlußstgnale offnen und schließen
die Bahnhöfe und sind daher die wichtigsten Mastensignale unserer Eisenbahn
Mb. 3 u. 4 der Tafel zeigen den einflügeligen Mast für die verschiedenen SignM, dew
Damit in der Dunkelheit von den Beamten erkannt wird, ob ein Signal richtig s h
bezw. die Laterne brennt, ordnet man auch in der Rückwand^der ^,a erne ~
an. In der Haltstellung zeigt die Laterne nach vorn, d. h. dem Zuge cn g g , -
Licht, nach rückwärts volles weißes Licht, bei Fahrtstellung dagegen nach vorn grüne, un
nach hinten teilweise geblendetes weißes Licht (Sternlicht oder mattweiße. _tct))•
Da die Bahnhöfe in der Regel mehrere gleichlaufende Gleise besitzen, m welche die
Züge einfahren können, so ist es notwendig, dem Lokomotivführer das betreffende f 1
gleis von ferne erkenn
bar zu machen. In sol
chem Falle stattet man
den Abschlußmast mit
zwei, auch drei Flügeln
und ebenso vielen La
ternen aus, die, in ver
schiedener Zahl gezogen,
das besondere Abzweig-
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292. Megestgirrrle ;u einem Gleisplan mit fünf Ginlanfglrifen.
gleis andeuten. Hierbei ist zu beachten, daß das Haltsignal für alle Gleise nur durch
den obersten, wagerecht liegenden Flügel und dessen Laterne gegeben wird. Die unteren
Laternen sind dem Zuge entgegen abgeblendet, ihre Flügel stehen senkrecht, sind also durch
den Signalmast verdeckt.
Abb. 5 bis 8 der Signaltafel geben die verschiedenen ein- bis dreiflügeligen Masten
signale wieder. Mehr als drei Flügel an einem Maste wendet man nicht an, da sonst das
Signalbild für die Ferne undeutlich, auch die Bauart der Stellvorrichtung zu verwickelt
wird. Wo daher mehr als drei Abzweigungen vorkommen, werden zweckmäßig besondere
Wegesignale aufgestellt. Abb. 292 zeigt einen solchen Gleisplan mit fünf Einlaufgleisen.
Jedes hiervon ist durch einen einflügeligen Sondermast (Nr. 1 bis 5) gesichert, während
das ganze gezeichnete
Bahnhofsgebiet durch
einen jenseit der letzten
Weiche stehenden ein
flügeligen Abschlußmast
A gedeckt wird. Bei zu
lässiger Einfahrt des
Zuges muß stets der
letztere „Fahrt" zeigen,
gleichgültig welches der
fünf Wegesignale hierbei
gezogen ist. Häufig stellt
293. Deutsche Kignulbriichc für Megefignale.
(Reichsktsenbahnen in Elsaß-Lothringen.)
man die Flügelsignale der besseren Sichtbarkeit wegen auf einer die Gleise überkreuzenden
Signalbrücke auf (Abb. 293). Eine sehr bemerkenswerte neuere Ausführung dieser Art
stellt Abb. 294 dar. Damit Irrtümer des Signalwärters ausgeschlossen sind, werden die
Wegesignale zu dem Abschlnßmaste in Abhängigkeit gebracht, derart, daß das Fahrstgnal an
diesem nur nach zuvor erfolgter Fahrtstellung des betreffenden Wegesignales gegeben werden
kann. Letzteres wiederum kann auf gut eingerichteten Bahnen erst dann gezogen werden, wenn
alle Weichen richtig liegen. Vergl. hierüber weiter unten: „Weichen-und Slgnalstellwerre.
Alle diese Signalbilder (Abb. 3 bis 8 der Tafel) finden nicht nur auf Einfahrtstgn
Anwendung, sondern auch auf Ausfahrtsignale, Blocksignale, zur Deckung L
gungen auf freier Strecke, Drehbrücken und sonstigen Gefahrpunkten, g .
Fahrtrichtungen können die beiderseitigen Signale an ein und demse en ^ Bahnhofs
werden. Ausfahrtsignale sind auf deutschen Bahnen erforderlich, s ^
gleise für die Ausfahrt von Zügen dienen. Neben redem Gleis - >n der Reget recy