§ 109. 110. Geld.
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Balie eme i" ftürenberer BBeife einbringenbe ŅreiêreWution
etfoígt, bie imn i^crfeilg eine mc^r ober meniger uerünberte
Vermögensvertheilung herbeiführt.
%cim Sinsen beg @610106^60 werlieren also &. B. bieget
Molbeten unb bie Besitzer von Gelbkapitalien ben Unterschied des
bisherigen unb nunmehrigen Werths der Zahlungsmittel, wahrend
z. B. die Pächter von Grundstücken unb die Schuldner von
Geldkapitalieir um ebensoviel gewinnen. Nachhaltige Geldwerths-
wcrünberungeu berüliren baber bie ßnge galtet
Vvlksklassen. Die Klassen, für welche eine solche Veränderung
Vortheilhaft ansfiel, werden dadurch gestärkt, unb bieļemgcn
dagegen geschwächt, deren angesammeltes Vermögen unb laufender
Erwerb eine Schmälerung erlitt. Gegen Geldentwerthung aber
kann der für die Zukunft zn erhaltende Reichthum von Familien re.
noch am ehesten durch Anlage in Grnndbesitzungen bewahrt
werden. .
Ganz ähnlich, nur weniger nachdrücklich, wirken die vorüber -
gebcnben G#anfungen bcë Mmcrt#, iweldie bei gettmetager
Geldentwerthung oder Geldwerthssteigernng gleichfalls den Emen
gewinnen lassen, was der Andere unter der Hand verloren hat.
§ HO.
Die Folgen einer nachhaltigen örtlichen Ver-
schiedenheit des Geldwerthes aber geben sich tu der
wnigstens theilweisen wirthschastlichen Ueb-rl-genh-.t zu
erkennen, welche die Lander, in denen d,è Edelmetall-
reichlich vorhanden nnd wohlfeil sind. im Verkehr mit solchen
Ländern, bei denen das Gegentheil stattfindet, »nzweefelhaft
erlangen.
Ili mit einander verkehrenden Ländern kann der Geldwerth
nur dann nachhaltig verschieden sein, wenn der Ausgleichung
desselben dauernde Hindernisse entgegenstehen, und iene sich fort-
bancmb isnen Bcbarf mt Reibstoff mit uuglei4cn ^r^obuct^ong=
sosten werfe#«'. %aë Smib, in iMd)cm bie marftgängigfte
Weltwaare am reichlichsten vorhanden und am wohlfeilsten ist,
bat aiöbaun im 38cítbcrfel)re minbeftenë ben %ortl)cil worauë,
auf bem ausländischen Markte am kaufkräftigsten zu sein.