Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

Siebtes Kapitel. 
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Da aber, nach Angabe, sein Lohn und der von ihm gelieferte Mehr- 
Vert gleich große Werte sind, produziert er offenbar seinen Arbeits- 
ohn in 5%/, Stunden und Euren Reingewinn in andern 5%/, Stunden. 
Da ferner der Wert des zweistündigen Garnprodukts gleich der 
Wertsumme seines Arbeitslohnes plus Eures Reingewinnes ist, muß 
lieser Garnwert durch 11!/, Arbeitsstunden gemessen sein, das Pro- 
dukt der vorletzten Stunde durch 5%/, Arbeitsstunden, das der letzten 
ltto, Wir kommen jetzt zu einem häklichen Punkt. Also aufgepaßt! 
Die Vorletzte Arbeitsstunde ist eine gewöhnliche Arbeitsstunde wie 
lie erste. Nicht mehr und nicht weniger. Wie kann der Spinner 
daher in 1 Arbeitsstunde einen Garnwert produzieren, der 5%, Ar- 
beitsstunden darstellt? Er verrichtet in der Tat kein solches Wunder. 
Was er in einer Arbeitsstunde an Gebrauchswert produziert, 
St ein bestimmtes Quantum Garn. Der Wert dieses Garnes ist 
Semessen durch 5%, Arbeitsstunden, wovon 4°, ohne sein Zutun 
NR den stündlich verzehrten Produktionsmitteln stecken, in Baum- 
Wolle, Maschinerie uswW., */, oder 1 Stunde von ihm selbst zu- 
5CSe{zt ist. Da also sein Arbeitslohn in 5%, Stunden produziert wird 
Ind das Garnprodukt einer Spinnstunde ebenfalls 5%/, Arbeitsstunden 
Su lhält, ist es durchaus keine Hexerei, daß das Wertprodukt seiner 
/ı Spinnstunden gleich dem Produktenwert von 1 Spinnstunde. ‚Ihr 
Seid aber durchaus auf dem Holzwege, wenn Ihr meint, er verliere 
Sin einziges Zeitatom seines Arbeitstages mit der Reproduktion 
pie dem „Ersatz“ der Werte von Baumwolle, Maschinerie usw. 
adurch, daß seine Arbeit aus Baumwolle und Spindel Garn macht, 
Sadurch, daß er spinnt, geht der Wert von Baumwolle und Spindel 
von Selbst auf das Garn über. Es ist dies der Qualität seiner Arbeit 
S°Schuldet, nicht ihrer Quantität. Allerdings wird er in 1 Stunde 
ehr Baumwollwert usw. auf Garn übertragen als in */, Stunde, aber 
Dan, Weil er in 1 Stunde mehr Baumwolle verspinnt als in 1... Ihr 
1. Steift also: Euer Ausdruck, der Arbeiter produziert in der vor- 
Rzten Stunde den Wert seines Arbeitslohnes und in der letzten den 
> Ogewinn, heißt weiter nichts, als daß in dem Garnprodukt von 
1 ünden seines Arbeitstages, ob sie vorn oder hinten stehen, 
gel Arbeitsstunden verkörpert sind, gerade soviel Stunden, als 
Sanzer Arbeitstag zählt. Und der Ausdruck, daß er in den 
de ©n 5%, Stunden seinen Arbeitslohn und in den letzten 5%/, Stun- 
die Euren Reingewinn produziert, heißt wieder nichts, als daß Ihr 
(ch Srsten 5%/, Stunden zahlt und die letzten 5%/, Stunden nicht zahlt. 
K Spreche von Zahlung der Arbeit, statt der Arbeitskraft, um Euer 
ha STwelsch zu reden. Vergleicht Ihr Herren nun das „Ver- 
an der Arbeitszeit, die Ihr zahlt, zur Arbeitszeit, die Ihr nicht 
als lt, so werdet Ihr finden, daß es halber Tag zu halbem Tag ‚ist, 
au 100 PZt., was allerdings ein artiger Prozentsatz. Es unterliegt 
ar Nicht dem geringsten Zweifel, daß, wenn Ihr Eure „Hände 
Sin 114, Stunden 13 abschanzt und, was Euch so ähnlich sieht, wie 
Ei dem andern, die überschüssigen. 1'/, Stunden zur bloßen 
Das Kapital, 1 192
	        
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