tabakwasser oder Kalkmilch bekämpft werden. — Als Sauger
kommen schließlich noch Blattläuse in Frage. Die Reis-
wurzellaus, Tetraneura Oryzae, hat 1915 und 1920 in Java
und auf den Philippinen bedeutenden Schaden angerichtet. Man
tritt ihr am besten durch gute Bewässerung entgegen.
Unter den Schmetterlingen gelten als die Hauptschädlinge
die „„Reisbohrer‘‘, deren Raupen sich längs durch den Halm
fressen und unten im Halm verpuppen. Es können schon die
jungen Pflanzen auf den Saatbeeten befallen werden. Die
äußeren, älteren Blätter der Pflanze bleiben zunächst grün,
während die jüngsten Blätter vertrocknen und sich bräunen;
bei älteren, schon auf das Feld gebrachten Pflanzen kräuseln
sich die vertrockneten Blätter noch. Ähnliche Krankheitsbilder
können auch durch andere Ursachen hervorgerufen werden. Kann
man das vertrocknete „Herz‘“ der Pflanze leicht herausziehen,
so kann man aber sicher sein, daß der Schaden durch Bohrer
verursacht ist. Gewöhnlich hält er sich in mäßigen Grenzen,
unter Umständen aber kann er sehr erheblich werden, wie 1912
auf Java, wo allein in den Residentschaften Cheribon, Surabaya
und Madura 40 000 Bouws vernichtet wurden, was einen Ernte-
ausfall von etwa 1 Mill. Pikol im Werte von 1*/, Mill. Gulden
bedeutet. Der gefährlichste ist der weiße Reisbohrer, Scirpo-
phaga innotata, dessen Verbreitung sich auf den Malaiischen
Archipel zu beschränken scheint. Folgende Bekämpfungs-
maßregeln werden empfohlen: Vor dem Besäen der Saatbeete
setze man die Stoppelfelder der ganzen Umgebung 10—14 Tage
unter Wasser, um die im Trockenschlaf liegenden Raupen zu
töten; Abbrennen der Stoppel und tiefes Umpflügen genügt
nicht. Während auf älteren Saatbeeten und auf dem Felde Ab-
sammeln der Eierhäufchen nutzlos ist, kann man es auf den
jungen, 7—14' Tage alten Saatbeeten mit Erfolg vornehmen.
Hauptsache aber ist die indirekte Bekämpfung durch
richtige Wahl der Saat- und Pflanzzeit; man sollte in den gefähr-
deten Landstrichen nicht binnen einem Monat nach den ersten
Ostmonsunregen säen. Nicht ohne Bedeutung ist die Wahl der
Sorte. Es gibt zwar keine Reisvarietät, die gänzlich widerstands-
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