Object : Die Nährmittelverteilung im Kriege

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9.  Die  Versorgung  der  Anstalten  und
Gastwirtschaften.
Der  Fremdenverkehr.
Wenn  tatsächlich  in  einer  erheblichen  Anzahl  von  Kommunalverbänden ­
  an  die  Verbraucher  nicht  die  Mengen  ausgefolgt  werden,
die  nach  der  Gruppenzugehörigkeit  des  Kommunalverbandes  zu
erwarten  sind,  so  hat  dies  hauptsächlich  darin  seinen  Grund,  daß
vielfach  recht  beträchtliche  Mengen  der  überwiesenen  Nährmittel  in
die  Fabrikküchen  und  M  a  s  s  e  n  s  P  e  i  s  u  n  g  e  n  wandern ­
  und  dort  teilweise  ohne  Anrechnung  auf  dieLebensmittelkarten
an  die  Bevölkerung  abgegeben  werden.  Auch  die  Abgabe  in  den
a  st  Wirts  cha  ften  ist  vielfach  nicht  besonders  geregelt  und  nicht
an  Kartenabgabe  gebunden,  so  daß.auch  hier  mit  einer  Doppelversorgung ­
  zu  ungunsten  der  allgemeinen  Verbraucher  gerechnet
werden  muß.  Die  Reichsverteilungsstelle  hat  daher  den  Kommunalverbänden
  Vorschläge  wegen  der  Anrechnung  des  Nährmittelverbrauches ­
  in  Wirtschaften  und  Massenspeisungs-Einrichtungen
  zugehen  lassen.
Bei  diesen  Vorschlägen  zur  Einführung  sogenannter
S  p  e  i  s  e  m  a  r  k  e  n  wurde  davon  ausgegangen,  daß  die  den
Kommunalverbänden  überwiesenen  Nährmittelmengen  gleichm
  ä  ß  i  g  an  die  ortsansässige  Bevölkerung  zu  verteilen  sind.
Würde  die  Gesamtheit  der  ortsansässigen  Bevölkerung  jeweils ­
  die  ihnen  zustehendeLebensmittel-Kopfmenge  im  geschlossenen
Haushalte  verzehren,  so  würde  die  planmäßige  Unterverteilung
unter  Zugrundelegung  von  Einheits-Kopsmengen  genügen.  Ein
überall  mit  dieser  Zusammensetzung  der  Bevölkerung  wechselnder
Anteil  der  Gesamtbevölkerung  ist  jedoch  auf  die  Verpflegung  in
Wirtschaften,  Speisehäusern,  Kantinen,  Krankenanstalten,  insbesondere ­
  aber  auch  in  Kriegsküchen,  Massenspeisnngs-Einrichtungen
usw.  angewiesen.  Da  dem  Kommunalverbande  für  die  Versorgung
dieser  Bevölkerungsteile  nur  die  allgemeine  Kopfmenge  zur
Verfügung  steht,  ergibt  sich  für  ihn  die  Frage,  wie  er
den  Betrieb  all  dieser  Verpflegungseinrichtungen  durch  Zuweisung ­
  von  Lebensmitteln  aufrechterhalten  kann.  Der  eine,
vielfach  eingeschlagene  Weg  ist  der,  die  an  sich  zur  Ver-
            
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