68 Der nordamerikanische Imperialismus und die von ihm bedrohten Völker,
Landes unterstützt. Die reaktionäre Regierung, die sich den Imperialisten ver-
kaufte, ließ sie jedoch durch die Nationalarmee massakrieren.
Überall, wo der Imperialismus versucht, seine Herrschaft aufzuzwingen,
in Mexiko, Zentral-Amerika, den Antillen und Südamerika, stößt er auf einen
immer energischeren Widerstand. Die Arbeiter, Bauern, Studenten und fort-
schrittlichen Intellektuellen haben schon die Notwendigkeit der Bildung einer
einheitlichen Front begriffen.
Dies ist eine viel zu generelle Übersicht über die Lage der kämpfenden
Kräfte, aber die zu meiner Verfügung stehende Zeit erlaubt mir leider nicht,
auf mehr Einzelheiten einzugehen. Die Berichte der verschiedenen Delegier-
ten Amerikas geben eine Übersicht über die verschiedenen Länder, über deren
besonderen Eigentümlichkeiten und eine Aufzählung der durch die Imperia-
listen begangenen Attentate.
Zum Schluß möchte ich erklären, daß unser Problem auch das Eure ist,
daß es das Problem der Arbeiter der imperialistischen Länder, sowie der Pro-
duktivkräfte der unterdrückten Länder ist.
Der Kampf gegen den Imperialismus in Latein-Amerika wird nunmehr
dank der Anti-Imperialistischen Liga in Amerika einheitlich geführt. Da wir
nunmehr unsern Kampf mit dem internationalen Kampf gegen jeden Impe-
rialismus vereint haben, rechnen wir damit, daß unser Kampf in Zukunft
energischer, konkreter, und aktiver geführt werden wird, und daß wir die
Prinzipien und Resolutionen dieses Kongresses in demselben anwenden
werden.
Bevor ich ende, muß ich dem Kameraden, der die der Negerrasse* durch
die Imperialisten angetane Schmach vorbrachte, noch sagen, daß die Yankee-
Besatzungstruppen in Santo Domingo und Haiti — zw gleicher Zeit als
Präsident Wilson Europa bekehrte — mehr als 3500 Negerbewohner dieser
Gebiete massakrierten.
Der Delegierte des Gewerkschaftskartells von Tampico,
Ismael Martinez (Mexiko)
erklärt:
m Namen der Arbeiter und Bauern des Staates Tamaulipas (Mexiko) be-
1 grüße ich den Kongreß und bringe den aufrichtigen Wunsch zum Aus-
üruck, daß dieser nicht nur aus einer Reihe von Reden bestehen, sondern daß
aus dieser Zusammenkunft die Einheit aller unterdrückter Völker der Erde
hervorgehen möge, gegen die alle Angriffe des Imperialismus scheitern
werden.
* Siehe Kapitel VIL.