Full text : Mittheilungen aus der Geschäfts- und Sterblichkeits-Statistik der Lebensversicherungsbank für Deutschland zu Gotha für die fünfzig Jahre von 1829 - 1878

II.  Tlieil.  Statistik  der  Sterbefalle.

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Selb  stentlei  bung  tritt  diesseits  des  36.  und  jenseits
des  65.  Jahres  nur  mit  geringem  Gewicht,  mit  mehr  als  10  °/o
in  den  6  Gruppen  zwischen  36  und  65,  mit  dem  Maximalgewicht ­
  (18,54%)  in  der  Gruppe  51  —  55  auf.
Bei  Altersschwäche  endlich  treffen  die  meisten  Sterbefälle ­
  (29,38%)  auf  die  Gruppe  76—80;  mehr  als  10  %  auf
die  vier  Gruppen  zwischen  66  und  85.  90,26%  aller  dieser
Sterbefälle  treffen  66  —  85-Jährige.  (Vergl.  auch  oben  Kapitel ­
  III.)

VIII.  Kapitel.
Die  Dauer  der  Versicherungen  der  Gestorbenen
und  die  Todesursachen.
Wenn  es  wahr  ist,  dass  die  Morbidität  und  Mortalität
solcher  Personen,  welche  auf  Grund  sorgfältiger  physikalischer
Untersuchung  und  gewissenhafter  Ermittelung  ihrer  gesundheitlichen ­
  Vergangenheit  für  gesund  und  für  aufnehmbar  in
einen  Lebensversicherungsverein  erklärt  worden  sind  (selected
lives),  sich  nur  etwa  5  Jahre  lang,  von  der  Untersuchung  an
gerechnet,  von  der  Morbidität  und  Mortalität  anderer  gleichalteriger,
  nicht  mit  einer  sichtbaren  Krankheitsanlage  behafteter
und  im  Allgemeinen  für  gesund  geltender  Personen  unterscheidet, ­
  so  hat  die  Tabelle  XVII  praktischen  Werth,  wenigstens
im  Zusammenhang  mit  anderen  Thatsachen,  eigentlich  nur  in
den  ersten  fünf  Jahr  es-Spalten.
Da  aber  jene  Annahme  nicht  nur  auf  die  Empfänglichkeit
für  und  die  Sterblichkeit  an  Krankheiten,  deren  Verlauf  vom
ersten  Keime  an  bis  zum  tödtlichen  Ausgange  sich  über
mehrere  Jahre  zu  erstrecken  pflegt,  sondern  auch  auf  solche
Krankheiten,  welche  plötzlich  auftreten  und  rasch  verlaufen,
deren  Ausgang  aber  je  nach  der  Widerstandsfähigkeit  der
Constitution  ein  sehr  verschiedener  ist,  sich  beziehen  soll,  so
verdient  mit  Rücksicht  auf  jene  Annahme  die  ganze  bunte
Reihe  der  Todesursachen,  insoweit  dieselben  in  Krankheiten
bestehen,  wenigstens  für  die  ersten  fünf  Jahres-Spalten,  volle
Beachtung.
Bei  einer  sorgfältigen  Prüfung  der  Tabelle  XVII  wird  es
indessen  gerechtfertigt  erscheinen,  dass  dieselbe  nicht  mit  der
fünften  Jahrestspalte  abschliesst,  sondern  fortgeführt  ist  bis  zu
der  die  längste  beobachtete  Versicherungsdauer  Verstorbener
repräsentirenden  Jahresspalte.
Nur  muss  auch  hier  wieder  darauf  hingewiesen  werden,
dass  exacte  Mortalitäts-Beobachtungen  an  eine  Zusammenstellung ­
  der  Sterbefälle  an  und  für  sich  und  ohne  Berücksichtigung ­
  der  Zahl  der  Personen,  deren  Reihen  durch
diese  Sterbefälle  gelichtet  wurden,  und  ohne  Berücksichtigung
ihres  Alters,  nicht  wohl  angeknüpft  werden  können.
Die  absolut  grösste  Zahl  der  in  einer  Spalte  verzeichnet«:
Verstorbenen  weiset  die  neunte  Spalte  (Versicherungsdauer
8  —9  Jahre)  auf.  Ungefähr  50%  aller  in  dem  fünfzigjährigen
Zeiträume  Verstorbenen  starben  nach  1  —  16  jähriger  Versicherungsdauer. ­
  Diese  Thatsache  hat  an  sich  nichts  Befremdliches; ­
  noch  weniger  kann  sie  an  sich  schon  Bedenken  erregen;
überhaupt  gestattet,  wie  gesagt,  die  Versicherungsdauer  der
Verstorbenen  ohne  Berücksichtigung  des  Aufnahme-,  resp.  des
Todesalters  und  der  Zahl  der  Versicherten  aller  Altersklassen
keine  bestimmten  Schlüsse.  Nichts  destoweniger  mag  hier  zur
Bequemlichkeit  des  Lesers  und  zu  etwaiger  Vergleichung  mit
anderen  Erfahrungen  ein  auf  diesen  Gegenstand  bezüglicher
Auszug  aus  Tabelle  XVII  Platz  finden:

O—5  Jahr

Es  starben  nach  einer  Versicherungsdauer  von
bis  zu  i  Jahr  2,39  °o  aller  Gestorbenen.
1—  2  »  2,99  »  »  »
2—  3  »  3,16  »  »  »
3—  4  »  3,28  »  »  »
4—  5  y>  3»i6  »  »  *
I4>98  °/o
5—  6  Jahr  3,19  %  aller  Gestorbenen.
6—  7  »  3,37»  »  »
7  —  8  »  3  »  11  *  »
8—  9  *  3,42  »  »  »
9—  10  »  3,14  »  »  »
16,23  °/o
10—h  Jahr  3,16%  aller  Gestorbenen.
II  —12  »  3  >05  *  »  »
12—  13  *  3,14  »  »  »
13—  14  *  3  >°9  »  *  »
14—  15  »  3  >04  »  »  »
15,48%
15  —16  Jahr  3,20  %  aller  Gestorbenen.
16—  17  »  2,95  »  »  »
17—  18  »  2,81  »  »  »
18—  19  *  2,93  »  »  »
19—  20  »  2,89  »  »  »
14,78  %
20  —  21  Jahr  2,81  %  aller  Gestorbenen.

5  —  10  Jahr

IO  —  15  Jahr

15—20  Jahr

20—25  Jahr
0—25  »

21—22
22—  23
23—  24
24—  25

2,80
2,54
2,61
2,34

25—30  Jahr

30—35  Jahr

3  5  —40  ^  ahr

I3,lO*'o
74-57  0
25  —  26  Jahr  2,25  %  aller  Gestorbenen.
26—  27  »  2,20  »  »  »
27—  28  »  2,23  »  »  »
28—  29  »  1,99  »  »  »
29—  30  »  1,93  »  »  »
10,60%
30—  31  Jahr  1,68%  aller  Gestorbenen.
31—  32  »  i  ,68  »  »  »
32—  33  »  1,42  »  »  »
33—  34  »  i,4i  »  »  »
34—  35  »  1,23  »  »  »
7,42  %
35—  36  Jahr  1,23  %  aller  Gestorbenen.
36—  37  »  1,09  »  »  »
37—  38  »  1,07  »  »  »
38—  39  *  0,76  y>  y>  y>
39—  40  »  0,72  »  »  »
4,87

40—45  Jahr

40—  41  Jahr  0,66  %  aller  Gestorbenen.
41—  42  »  0,46  »  »  »
42—  43  »  0,43  »  »  »
43—  44  »  0,29  »  »  »
44—  45  »  0,28  »  »  »
2,12  %
45—  46  Jahr  0,17  %  aller  Gestorbenen.

45—50  Jahr
25—50  »

46—  47
47—  48
48—  49
49—  50

o,  11  »  »
0,08  »  »
0,04  »  »
0,02  »  »
0,42  %
•  25.43  %
            
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